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Interview

Tetiana Pechonchyk: "Ohne Justizreform keine Gerechtigkeit"

AFP via Getty Images
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Tetiana Pechonchyk, Leiterin der ukrainischen Menschenrechtsorganisation Zmina, im Interview über die Schwierigkeiten bei der Verfolgung mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine – vor allem der russischen Seite.

Die Presse: Was sind die größten Hindernisse bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen im russischen Krieg gegen die Ukraine?

Tetiana Pechonchyk: Das erste ist die enorme Zahl an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die im Lauf des russischen Angriffskriegs begangen wurden. Bis heute hat das Büro des Generalstaatsanwalts 28.000 Strafverfahren wegen Kriegsverbrechen registriert. Und das ist noch keine endgültige Zahl, weil der Krieg andauert und täglich neue Gräueltaten geschehen und weil jene Fälle fehlen, die sich in Gebieten außerhalb ukrainischer Kontrolle ereignet haben. Zum Beispiel in Mariupol.

Das zweite Hindernis?