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AKW

Keine erhöhte Strahlung in Saporischschja

Die Sorge um AKW in der Ukraine wächst weiterhin.

Kiew/Moskau. Nach dem Beschuss des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Ukraine ist keine erhöhte radioaktive Strahlung festgestellt worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Ähnlich äußerte sich der ukrainische staatliche Betreiber Enerhoatom.

Beide Seiten werfen sich gegenseitig einen Beschuss des AKWs vor. Russland erklärte am Sonntagmittag, es habe in den vergangenen 24 Stunden zwei Artillerieangriffe gegeben. Eine Granate sei in der Nähe von Block 6 eingeschlagen, andere an einer Pumpstation, die für die Kühlung sorge. Auch das Dach eines Gebäudes, in dem Nuklearmaterial gelagert werde, sei dabei getroffen worden. Diese Angaben ließen sich nicht überprüfen.

 

Selenskij lobt Luftwaffe

Seit mehreren Wochen wird das Atomkraftwerk immer wieder beschossen. International wächst die Sorge vor einer Katastrophe. Laut dem Gouverneur von Saporischschja wurden Bewohner der Region für den Fall eines atomaren Lecks mit der Einnahme von Jodtabletten vertraut gemacht. Inspektoren der UN-Atomenergie-Agentur IAEA warten weiter auf grünes Licht, um das Gelände zu besichtigen.

Unterdessen würdigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag die Rolle der Luftwaffe seines Landes im Krieg gegen Russland. Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sicherte der Ukraine notfalls jahrelange Unterstützung zu. Der russische Präsident Wladimir Putin wiederum hatte am 25. August per Dekret eine Aufstockung seiner Armee im nächsten Jahr um 137.000 Soldaten auf rund 1,15 Millionen befohlen. (age)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2022)