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Klimawandel

Werden wir künftig wieder in Holzhäusern wohnen?

Hier wird an der Zukunft gebaut: Ein Holzhochhaus in Hamburg.(c) IMAGO/Joerg Boethling (IMAGO/Joerg Boethling)
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Weltweit ziehen Menschen in Städte. Ihren Wohnbedarf mit klimaschädlichem Beton zu decken, lassen die CO2-Bilanzen nicht mehr zu. Holzhäuser wären eine Alternative. Aber gibt es dafür genug Rohstoff, ohne die Landwirtschaft einzuschränken? Das hat eine Studie erforscht.

Das sieht nicht gut aus, auf den ersten Blick: Bis zum Ende des Jahrhunderts werden – im Mittel der Schätzungen – 80 Prozent aller Menschen in Städten wohnen, statt knapp über 50 Prozent heute. Es braucht dort also viel zusätzlichen Wohnraum. Konventionelle Baumaterialien gehören zu den größten CO2-Emittenten. Große Mengen des Treibhausgases werden freigesetzt, wenn man Kalkstein brennt, um Zement und daraus Beton zu erzeugen. Bei der Stahlerzeugung ist der Stromverbrauch hoch. Verwenden wir diese Materialien munter weiter, geht allein fürs Bauen 35 bis 60 Prozent der Menge an klimaschädlichen Gasen drauf, die wir unter Einhaltung des Zwei-Grad-Ziels noch emittieren dürfen.

Als Alternative im Wohnbau gelten Holzhäuser. Aber lässt sich Holz in so großem Stil verbauen, ohne dass wir uns andere Probleme einhandeln? Diese Frage hat nun das renommierte Potsdam Institut für Klimafolgenforschung erstmals untersucht (in Nature Communications, 30. 8.).