Totale Hingabe. Omer Meir Wellber strebt nach höchster musikalischer Qualität.
Volksoper

„Nur nicht alles wie immer machen“

Die Volksoper hat einen Musikdirektor: Omer Meir Wellber will viel frischen Wind ins Haus bringen.

Eigentlich hatte Omer Meir Wellber bereits andere Pläne – doch nach einem Treffen mit Lotte de Beer, damals noch designierte Intendantin der Volksoper, stand fest: „Das mache ich. Mit Lotte habe ich die Möglichkeit, wirklich einen großen Unterschied zu machen. Ich bin neugierig und kann noch viel bewegen. Die Volksoper ist ein Haus mit Tradition. Und Wien ist für einen Musiker sowieso die Kapitale und steht mit Paris, New York oder Dresden, was das Interesse der Menschen für Musik betrifft, an vorderster Stelle.
Und so ist Wellber seit September Musikdirektor der Volksoper Wien. Zuletzt gab es diese Position nicht – was bisweilen an der musikalischen Qualität zu hören war. Der letzte Chefdirigent war Leopold Hager (bis Juni 2008). Wellber, der in Israel geboren und aufgewachsen ist, war Assistent von Daniel Barenboim an der Staatsoper Berlin von 2008 bis 2010 und ist Music Director des Teatro Massimo in Palermo sowie des Toscanini Festivals in Parma. Er war bis zuletzt Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden und Chefdirigent des BBC Philharmonic. Im Sommer war er Porträtkünstler des Schleswig Holstein Musikfestivals.

Freigeist

Nach Wien bringt er viel musikalische Inspiration. Und mit Barenboim verbindet ihn die totale Hingabe an die Musik. „Er hat mir geholfen, meine Persönlichkeit zu finden und 120 Prozent zu geben. Er selbst lebt 27 Stunden am Tag für die Musik.“ Der 40-Jährige strebt nach höchster musikalischer Qualität – aber nicht nur das: Individualität, Flexibilität und Kreativität sind ihm wichtig. Er sieht sich als Freigeist, insofern ist ihm Mozart größtes Idol und „perfekter Partner“: „Mozarts Musik gibt Freiheit.“


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.