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Bitcoin & Blockchain

Ethereum erscheint in neuem Gewand – und bleibt umstritten

Mit der Umstellung auf das „Proof of Stake“-System soll die zweitgrößte Kryptowährung umweltfreundlicher werden. Ist sie nun Bitcoin überlegen?

Lang wurde der Schritt angekündigt, nun soll er Mitte September erfolgen: Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, erfindet sich neu und will nach eigenen Angaben stromsparender und umweltfreundlicher werden. Die im Jahr 2015 vom russisch-kanadischen Softwareentwickler Vitalik Buterin gegründete Kryptowährung stellt auf eine neue Konsensmethode (Proof of Stake) um, für die man keine Miner mehr braucht, die Rechenoperationen durchführen, um Blöcke mit Transaktionen an die Blockchain (das Kassenbuch von Ethereum) anhängen zu dürfen. Diese Aufgabe übernehmen Validatoren – Nutzer, die Coins sperren und bereitstellen („staken“).

Jeder, der Ethereum hält, kann zum Validator werden und Geld verdienen, erklärt BCG-Experte Bernhard Kronfellner. Die Umstellung heißt „The Merge“. Merge bedeutet Fusion. Das bestehende Ethereum-Netzwerk läuft noch mit dem Konsensmechanismus „Proof of Work“ – auf dem auch Bitcoin basiert: Dabei rechnen Hochleistungsrechner um die Wette, und welcher als erster eine Aufgabe löst, darf einen Block mit Transaktionen an die Blockchain anhängen und erhält neue Coins als Belohnung. Seit eineinhalb Jahren wird aber auch eine neue Version getestet, die auf dem „Proof of Stake“-Mechanismus basiert, und diese beiden Netzwerke werden nun zusammengeführt, oder besser: Die alte Chain wird abgedreht.