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Literatur

Der rote Faden der Liebe

Ferdinand von Schirachbeherrscht als Erzähler alle Schattierungen der Melancholie. Nachzulesen in seinem neuen Band, „Nachmittage“.

Mit seinen klugen, perfiden und oft überraschenden Geschichten über Schuld und Sühne hat sich der Rechtsanwalt Ferdinand von Schirach einen fixen Platz auf den Bestsellerlisten erobert. Und nicht nur auf den deutschsprachigen, weshalb der Autor viel herumkommt. Wie sehr ihm diese Reisen als Inspiration dienen, davon kann man sich in seinem jüngsten Erzählband, „Nachmittage“, überzeugen.

Die Geschichten sind, wenn auch locker, durch einen Faden verbunden, die Liebe: vom roten Faden, den der Liebesgott Yue Lao im Stadttempel von Taipeh in der Hand hält und der das Symbol dafür ist, dass es für jeden Menschen den einen anderen gibt, bis zum „unsichtbaren weißen Faden des Wunderbaren“, dem von Schirach in Duisburg in Form einer Giacometti-Statue auf der Spur ist.