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Konsumenten

Faire Preise: Eine Frage des Marketings?

Auch ohne Inflation halten Konsumenten Preise oft für unfair. Kostentransparenz kann für Betriebe nach hinten losgehen. Worauf die Menschen bei Preisen achten.

Die Ursachen für die aktuelle Großwetterlage auf den weltweiten Märkten sind klar: Zuerst haben wirtschaftliche Verwerfungen aufgrund der Coronapandemie für Engpässe und steigende Preise gesorgt, seit Ende Februar ließ Russlands Angriff auf die Ukraine vor allem Energie und Lebensmittel noch einmal teurer werden. Die gestiegene Inflation hat nicht nur Europa fest im Griff, sondern genauso die USA und Volkswirtschaften in Fernost. Doch nutzen Konzerne den allgemeinen Preisauftrieb auch teilweise als Vorwand, um selbst Preiserhöhungen durchzusetzen, sagte Spar-Vorstand Markus Kaser vergangenen Montag im „Ö1-Morgenjournal“. Nicht alle Preiserhöhungen seien demnach auf die derzeit zugleich schwelenden Krisen zurückzuführen. Man schaue sich die Preissituation bei jedem einzelnen Artikel an, so Kaser, der aber auch betonte, dass nicht alle Konzerne von Gier getrieben seien.

Das Gefühl, dass nicht alle Preiserhöhungen gerechtfertigt sind, beschleicht derzeit viele Menschen. Längst haben Begriffe wie „Krisengewinner“ und „Greedflation“ – zu Deutsch: „Gierflation“ – Eingang in den öffentlichen Diskurs gefunden. Könnten Unternehmen den Vorwurf, von Gier getrieben zu sein, ausräumen, indem sie gegenüber den Endverbrauchern besser kommunizieren, weshalb sie ihre Preise erhöhen müssen – so wie das Spar-Vorstand Kaser sich von manchen Konzernen wünscht?

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