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Hofburg-Splitter

Walter Rosenkranz ging uneingeladen zum Medientanz

Volksanwalt und Hofburg-Kandidat Walter Rosenkranz (FPÖ.
Volksanwalt und Hofburg-Kandidat Walter Rosenkranz (FPÖ).REUTERS
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Der FPÖ-Kandidat suchte eine Veranstaltung auf, bei der Politiker gar nicht eingeladen waren. Van der Bellen stellte neue Plakate vor, Grosz hielt eine Wutrede.

Am Montag kamen in Wien beim „Bierigen“ der Austria Presse Agentur (APA) wieder zahlreiche Journalisten und Pressesprecher zusammen. Politiker sind bei diesem traditionell in der „Stiegl-Ambulanz“ beim alten AKH stattfindenden Networking-Treffen in ungezwungener Atmosphäre eigentlich nicht eingeladen. Einer kam trotzdem: Volksanwalt und Hofburg-Kandidat Walter Rosenkranz (FPÖ). Es ist schon etwas her, dass in der Erinnerung von „Bierigen“-Veteranen zuletzt ein Politiker bei diesem Ereignis gesichtet wurde: Es war dies Jörg Haider im Jahr 2008 kurz vor der Nationalratswahl und seinem anschließenden Unfalltod.

Hymne-Stellen für Van der Bellen

Auch für seine Wiederwahl setzt Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Kampagne auf eine Heimaterzählung. Am Dienstag präsentierte er seine Plakate. Die Kampagne besteht aus vier Sujets. Allen gemeinsam ist der Dachslogan „Vielgeliebtes Österreich“aus der dritten Strophe der österreichischen Bundeshymne sowie die Botschaft „Unseren Präsidenten wählen.“ Mit dem Slogan „Aus ganzem Herzen Österreich“, gibt sich Van der Bellen etwa heimatverbunden, im Hintergrund ist ein Bergpanorama des Kaunertals zu sehen, in dem Van der Bellen aufwuchs. „Vernunft und Stabilität in stürmischen Zeiten“ verspricht der Amtsinhaber auf einem weiteren Motiv, das ihn am Schreibtisch zeigt. „Das ist eine echte Wahl, das ist keine Wiese und schon gar nicht ist es eine 'gmahte Wiesn'“, appellierte Van der Bellen bei der Präsentation im Garten des Wiener Palais Schönburg - am selben Ort wie bei der Wahl 2016.

Gerald Grosz lässt Schimpfe los

Präsidentschaftskandidat Gerald Grosz hat in einer Art Beschimpfungsorgie vor der Hofburg am Dienstag sein Wahlprogramm präsentiert. Dieses beinhaltet die sofortige Entlassung der Regierung, die Auflösung des Parlaments, die Ausrufung von Neuwahlen, den Austritt aus der EU und ein Ende der Russland-Sanktionen. Grosz bezeichnete die Bundesregierung und den amtierenden Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen als „Establishment“, das das Land in den Ruin geführt habe. Bei Passanten kam die Wutrede suboptimal an: Sie kommentierten den Auftritt des früheren BZÖ-Politikers mit „Ojeoje, der Grosz“ und „der Clown“.

(Red.)