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Bevorstehender Börsengang

Die Porsche-Familie sehnt sich nach Wiedergutmachung

Der bevorstehende Börsengang bedeutet auch Wiedergutmachung für die schmachvolle Niederlage von 2009, als der deutsch-österreichische Clan die Kontrolle über sein Kronjuwel an die Volkswagen AG abtreten musste.

Der Börsengang von Porsche ist für die Familie hinter dem Sportwagenhersteller mehr als nur der womöglich größte der europäischen Börsengeschichte. Er bedeutet auch Wiedergutmachung für die schmachvolle Niederlage von 2009, als der Clan die Kontrolle über sein Kronjuwel an die Volkswagen AG abtreten musste.

Der IPO, der Porsche mit bis zu 85 Milliarden Euro bewerten soll - etwa so viel wie die Muttergesellschaft selbst - könnte VW rund 10,6 Milliarden Euro einbringen. Die Porsche-Familie - in der immer noch die Männer das Sagen haben, die 2009 nach der missglückten Übernahme von VW die Kontrolle über das Traditionsunternehmen verloren hatten - wird mit einer Sperrminorität aus dem Verkauf hervorgehen.

Der Deal ist daher auch ein Comeback für die Porsche-Erben, die nach dem waghalsigen Übernahmeversuch des viel größeren Rivalen schwer angeschlagen waren. Die Unternehmen haben eine lange gemeinsame Geschichte, sowohl was das technische Erbe angeht, als auch über die Familienbande. Wolfgang Porsche, der Häuptling des Clans, ist der Cousin des verstorbenen Ferdinand Piëch, des langjährigen VW-Chefs, unter dem der Autobauer zu seiner heutigen Größe heranwuchs.