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Branchenuntersuchung

E-Ladestationen im Visier der Wettbewerbshüter

Der Markt für öffentliche E-Ladestationen wird wohl rasch wachsen. Aber nach welchen Regeln funktioniert er?Martin Juen / SEPA.Media / picturedesk.com
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Die BWB durchleuchtet den Markt für E-Ladeinfrastruktur. Ein Schwerpunkt sind die Vereinbarungen für Roaming.

Noch keine drei Wochen ist es her, dass die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ihren Abschlussbericht über den österreichischen Kraftstoffmarkt vorgelegt hat. Das Ergebnis: Es seien zwar keine unmittelbaren Hinweise auf Kartellierung oder Marktmachtmissbrauch feststellbar – wohl aber gebe es Hinweise auf deutlich gestiegene Gewinnmargen der Raffinerien seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine. Anders gesagt: Die Treibstofffirmen haben in den vergangenen Monaten an der Krise und den steigenden Ölpreisen gut verdient („Die Presse“ berichtete).

Die nächste Branchenuntersuchung, die derzeit gerade im Gang ist, hat ebenfalls mit dem Straßenverkehr zu tun: Diesmal geht es um die E-Ladeinfrastruktur. Aber könnte es denn auch da bereits Marktverwerfungen geben? Im Sinne von zu hohen Gewinnmargen wohl nicht. Dazu ist der Markt schlicht zu neu. „Noch ist der Betrieb für die Anbieter kostenintensiv“, sagt Natalie Harsdorf-Borsch, die interimistische Leiterin der BWB, zur „Presse“. Das könnte sich aber rasch ändern, das sei ähnlich wie bei den digitalen Märkten: „Auch da war vieles am Anfang nicht profitabel, hat sich aber in kurzer Zeit stark entwickelt.“ Aber warum interessiert sich die BWB jetzt schon für diese neue Branche?