Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

75 Millionen Dollar

USA sagen Ukraine weitere Militärhilfe zu

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und seine deutsche Amtskollegin, Christine Lambrecht.
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und seine deutsche Amtskollegin, Christine Lambrecht.APA/AFP/ANDRE PAIN
  • Drucken

Deutschland will unterdessen gemeinsam mit den Niederlanden ukrainische Soldaten beim Räumen von Minen und der Entschärfung von Sprengfallen ausbilden.

Die USA liefern weitere Waffen an die Ukraine im Wert von 675 Millionen Dollar (682,85 Millionen Euro). Das gab Verteidigungsminister Lloyd Austin am Donnerstag beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein bekannt. Seit April habe Washington Waffen im Gesamtvolumen von 6,3 Mrd. Dollar bereitgestellt. Die militärische Unterstützung der Verbündeten für die Ukraine zahle sich aus, betonte er: "Wir sehen den nachweisbaren Erfolg unserer Bemühungen auf dem Schlachtfeld."

"Der Krieg hat einen Schlüsselmoment erreicht", betonte Austin mit Blick auf die von den ukrainischen Streitkräften eingeleitete Gegenoffensive gegen die russischen Angreifer. Daher müsse sich auch die Kontaktgruppe neu positionieren. Er betonte bei seiner Eröffnungsrede immer wieder, dass die Ukraine Unterstützung für eine "Langstrecke" ("long haul") brauche, das Land habe einen "harten Weg vor sich". Man könne den Erfolg der gemeinsamen Bemühungen aber bereits auf dem Schlachtfeld sehen. "In unserer heutigen Diskussion werden wir auch die nächsten Schritte zur Einrichtung einer internationalen Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte erörtern", kündigte Austin an.

US-Präsident Joe Biden hatte erst Ende August Unterstützung für die Ukraine im Umfang von knapp drei Milliarden Dollar angekündigt. Damit könne Kiew Luftabwehrsysteme, Artilleriesysteme und Munition, Drohnen und Radare erwerben, "um sich langfristig verteidigen zu können".

Die USA stellen der Ukraine und weiteren 18 von Russland indirekt bedrohten Ländern Militärhilfen im Volumen von zwei Milliarden Dollar zur Verfügung, wie ein ranghoher Vertreter des Außenministeriums unterdessen sagte. Die Regierung von Präsident Biden werde den US-Kongress entsprechend informieren. Außenminister Antony Blinken werde das Hilfspaket noch am Donnerstag öffentlich bekannt machen. Welche Länder über die Ukraine hinaus unterstützt werden sollen, blieb zunächst offen.

Deutschland bildet ukrainische Soldaten bei Minenräumung aus

Deutschland und die Niederlande wollen die von Russland angegriffene Ukraine auch mit der Ausbildung von Soldaten bei der Minensuche, Minenräumung und beim Beseitigen von Sprengfallen unterstützen. Das teilten die Verteidigungsministerinnen Christine Lambrecht und Kajsa Ollongren am Donnerstag in Ramstein mit. Die Unterstützung werde in der Kampfmittelabwehrschule in Stetten am kalten Markt (Baden-Württemberg, Deutschland) erfolgen, sagte Lambrecht. Sie sagte: "Wir werden aber nicht nur die Ausbildung, sondern auch Material zur Verfügung stellen." In der Kampfmittelabwehrschule sei man in der Lage, etwa 20 ukrainische Soldaten auszubilden, betonte Lambrecht.

Verteidigungsminister und ranghohe Militärs aus mehr als 50 Ländern berieten auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland über die weitere Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland. Austin hatte die Kontaktgruppe im April ins Leben gerufen. Zu der Konferenz auf der größten US-Air-Base außerhalb der Vereinigten Staaten hatte Austin die Mitglieder der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe eingeladen. Zu ihr gehören etwa die USA, Deutschland und Großbritannien.

Mit dabei ist auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Wie beim ersten Treffen dieser Art in Ramstein Ende April wurden offenbar auch Nicht-Nato-Staaten eingeladen. Ein Vertreter des österreichischen Verteidigungsministeriums nimmt als Beobachter teil, hieß es auf Anfrage in Wien.

(APA/dpa/AFP/Reuters)