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Rainbow Queen

Das stilistische Erbe einer Königin

(c) Getty Images (Pascal Le Segretain)
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Begeistert hat Queen Elizabeth II. auch mit ihrer Mode, und die war ebenso farbenfroh wie stets sorgfältig gewählt.

Am 8. September verstarb das am längsten regierende Oberhaupt Großbritanniens. Queen Elizabeth II wurde 96 Jahre alt, 70 davon verbrachte sie am Thron, zu Diensten ihres Landes. Mit ihr geht eine stabile Stütze, kaum jemand kennt heute noch das Vereinigte Königreich vor ihrer Zeit. Politisch mag er sich in Grenzen gehalten haben, der Einfluss von Queen Elizabeth II. erstreckte sich aber sehr wohl anderswo, etwa in der Mode. So gilt sie als Begründerin des Konzepts einer „sartorial diplomacy“, was auf Deutsch so viel wie „Diplomatie mit schneiderischen Mitteln“ bedeutet und den Einsatz von Mode als Geste diplomatischen Wohlwollens meint. „Vogue“-Modejournalistin Sarah Harris sprach einst von ihrem Stil als königliche Lektion in moderner Kleidung.
Und tatsächlich, in Sachen Mode hatte sich die Queen nie einen Fehltritt erlaubt (abgesehen von sehr wenigen Patzern wie einem paillettenbesetzten Harlekinkleid, in dem sie sich 1999 zeigte).

Nie war es zu viel, nie zu wenig, alles war forensisch durchdacht, die Outfits wurden angeblich sogar in einer Tabelle vermerkt. Die Frau hinter der königlichen Mode war mehr als ein Viertel Jahrhundert lang Angela Kelly. Mit ihrer Arbeit wusste sie, Botschaften zu kreieren. Stets vermittelte die Queen mit ihrer Kleidung, Diplomatie und Verlässlichkeit, selten auch einen politischen Standpunkt.

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