Bis Sonntagabend läuft noch die Viennacontemporary. Kein Stein ist hier auf dem anderen geblieben. Im Kursalon am Stadtpark hat man eine Location gefunden, die zwar etwas beengt ist, aber Charme versprüht. Die Richtung stimmt.
Alles ist neu . . . nur unsere Mission hat sich nicht verändert“, sagt Boris Marte, Vorsitzender des Advisory Boards der Viennacontemporary, bei der Eröffnungspressekonferenz und betont einmal mehr die Bedeutung der Messe als Drehscheibe und Vermittlungsplattform zwischen Ost und West.
Tatsächlich hat die Messe turbulente Zeiten hinter sich. Auf das Pandemiejahr 2020 folgte im Vorjahr der Wechsel der künstlerischen Leitung und die unerwartete Konkurrenz durch die neue Spark Art Fair, die zum Verlust der angestammten Location in der Marx Halle führte. Doch kaum hatte Geschäftsführer Markus Huber gemeinsam mit dem künstlerischen Direktor Boris Ondreička die strategische Ausrichtung auf Osteuropa neu definiert und mit dem Kursalon im Stadtpark eine neue Location organisiert, kam es in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auch noch zu einem Eigentümerwechsel. Der russische Geschäftsmann Dimitry Aksenov zog sich zurück, um der Messe nicht zu schaden. Im Eiltempo wurden neue, österreichische Eigentümer aufgestellt – Rechtsanwalt Bernhard Hainz, die Immobilienunternehmer Daniel Jelitzka und Reza Akhava sowie der Unternehmer Manfred Bodner. Es wurde das Team umgekrempelt und in Solidarität mit der Ukraine alle russischen Galerien wieder ausgeladen.