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Leitartikel

Laura Sachslehners Pfeil in die rechte Flanke

APA/HANS PUNZ
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ÖVP gegen ÖVP. Ein Crash zum Abschied. Die scheidende Generalsekretärin rechnete mit der eigenen Partei ab − und wird zur Galionsfigur der selbst ernannten Hüter des Erbes von Sebastian Kurz.

Es war ein bemerkenswerter Auftritt, den die scheidende Generalsekretärin der ÖVP da abgeliefert hat. Laura Sachslehner verkündete Samstagvormittag nicht nur ihren Rücktritt, sondern rechnete vor laufenden Kameras auch mit der eigenen Partei ab. Sie warf der ÖVP vor, sich in Asyl- und Sozialfragen den Grünen anzubiedern: „Meiner Meinung nach geben wir damit unsere Werte auf (. . .) Das ist nicht mehr meine Welt.“

Das klingt ziemlich brutal. Und ziemlich wütend. Sachslehner ist aber selbst schuld an ihrem Ende. Sie hat offenbar in Eigenregie die Auszahlung des Klimabonus an Asylwerber zur „roten Linie“ erklärt. „Rote Linie“ bedeutet maximale Eskalation, also Drohung mit Neuwahlen – und das ist absolut das Letzte, was die ÖVP jetzt brauchen kann. Wer da vom Klubobmann öffentlich zurückgepfiffen wird, nachdem auch der Koalitionspartner dezent den Vogel gezeigt hat, darf sich also nicht wundern.