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Melanie und Minitta Kandlbauer (v. l.) sind Mitautorinnen des Buches und aktiv beim Verein Black Voices.
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Black Voices

Schluss mit der Farbenblindheit

Der Verein Black Voices wirbt mit dem neu erschienenen Buch „War das jetzt rassistisch?“ für mehr politische Maßnahmen gegen Rassismus und das darauf abzielende Volksbegehren.

„Was darf man denn überhaupt noch sagen?“, ist eine Frage, die vielen im Land zu denken gibt. Immer wieder branden emotional geführte Debatten rund um Themen wie Cancel Culture, kulturelle Aneignung und diskriminierendes Vokabular oder Symbolik auf. Wer Angst hat, das Falsche zu sagen, schweigt deshalb lieber. Dem versucht das Team von Black Voices durch Aufklärungsarbeit entgegenzuwirken. „Wir richten uns an alle Menschen, die gemeinsam gegen Rassismus kämpfen möchten, aber noch offene Fragen oder Unsicherheiten haben, immerhin ist es ein komplexes Thema“, sagt Melanie Kandlbauer, Bildungswissenschaftlerin im Vorstand von Black Voices und Mitautorin des Buches „War das jetzt rassistisch?“, das ab sofort im Buchhandel erhältlich ist.

Der Verein ist aus den „Black lives matter“-Demonstrationen 2020 entstanden und kämpft seitdem für politische Maßnahmen gegen Rassismus. Unter anderem mündete diese Arbeit in einem Volksbegehren, das von 19. bis 26. September in die letzte Eintragungswoche startet. „Es wird häufig das Thema des antischwarzen Rassismus diskutiert, mit unserem Buch und dem Volksbegehren setzen wir uns aber für alle ,People of Color‘ und Gruppen ein, die von Rassismus betroffen sind“, sagt Kandlbauer. Das Buch wurde daher von rund 20 Autorinnen und Autoren verfasst, darunter etwa Wiener Gemeinderätin Mireille Ngosso oder Autor Omar Khir Alanam, und berichtet über Erfahrungen mit Antisemitismus, antimuslimischen und antiasiatischen Vorurteilen, sowie Antiziganismus, also die Diskriminierung von den Bevölkerungsgruppen der Roma und Sinti. Gleichzeitig setzt sich das Buch damit auseinander, wie man sich am besten zum „Ally“ (übersetzt: Verbündeten) der antirassistischen Bewegung macht, erklärt, warum Rassismus sich nicht nur in Hassverbrechen und Hetze, sondern oft auch in alltäglichen Mikroagressionen äußert, welche Privilegien man vielleicht ganz unbemerkt als weiße Person für sich nützt.