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Wiener Originale

Koloss mit zarter Seele

Peter Sengl
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Der weltweit gefeierte Heldentenor gilt als leuchtender Stern, als Publikumsliebling der Wiener Oper, an die ihn Gustav Mahler engagiert. Auch Anekdoten des mächtigen Leo Slezak sind legendär.

Wenn er schwimmen gehe, meint der an Stimme, Humor und Umfang gewaltige Sänger, Komödiant und Autor Leo Slezak, bemerken das die Fischer auf der anderen Seite des Sees am Wasserstand.

Am Tegernsee, in seinem alten Bauernhaus, erholt sich die „wahrscheinlich prachtvollste jugendliche Heldentenorstimme“ des vorigen Jahrhunderts von seinen Auftritten. Er arbeitet im Garten, spielt mit Ludwig Ganghofer und Ludwig Thoma Skat.

Leo Slezak, der Sohn eines Müllers in Mährisch-Schönberg, muss als disziplinloser Schüler – Lausbubenstreichesind ein Hilfsausdruck – die Realschule vorzeitig verlassen: „Ich möchte dem Gerüchte, ich sei elf Jahre in die erste Klasse gegangen, auf das Bestimmteste entgegentreten“, meint er später.