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Bundesliga

Desolate Vorstellung gegen WAC: Rapid-Krise spitzt sich zu

Plakat der Rapid-Fans
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Die Fans in Hütteldorf schauten bei der 1:3-Pleite am Ende nicht mehr zu. Ob Trainer Ferdinand Feldhofer das übersteht? Salzburg besiegte Ried 3:0.

Wien. Wer nach dem Abgang von Yusuf Demir (zu Galatasaray Istanbul) befürchtete, Rapid könnte auf dem Spielfeld nun ähnlich hilflos wie an der Vereinsspitze agieren, wurde am Samstag gegen den WAC in seinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Waren die jüngsten grün-weißen Auftritte schon keine Augenweide, aber zumindest erfolgreich gewesen, lief diesmal gar nichts zusammen. Und wenn es nicht läuft, kommt oft Pech dazu.

Als Martin Moormann einen Ball an der Strafraumlinie mit der Hand abwehrte, meldete sich der VAR. Den Elfmeter verwandelte Tai Baribo vorbildhaft ins Kreuzeck (10.). In Rückstand fiel Rapid völlig auseinander, die Abwehr agierte vogelwild und ausgerechnet Thierno Ballo, dessen Leihgastspiel in Hütteldorf im Februar vorzeitig geendet war, geigte gegen seinen Ex-Klub auf. Das vermeintliche 2:0 von Baribo zählte wegen knappen Abseits nicht, doch es war nur aufgeschoben: Nach schönem Lochpass vollendete WAC-Neuzugang Maurice Malone ebenso gefühlvoll zum 2:0 (14.).

Rapid stand komplett neben sich – und dem Gegner, war nur noch Passagier. Auch als Dominik Baumgartner an die Latte schoss, der folgende Baribo-Kopfball fand zwar ins Netz, der Israeli stand jedoch im Abseits (17.). Nach nicht einmal einer halben Stunde wechselte Ferdinand Feldhofer in der Verteidigung, brachte Jonas Auer für Moormann, angesichts der desolaten Vorstellung seiner Elf war man dennoch geneigt zu sagen: zu spät.

Denn der Impuls zeigte Wirkung. Dem ersten Torschuss durch Marco Grüll (43.) folgten auch nach der Pause gute Chancen, den Treffer aber bejubelte der WAC durch Malone (65.). Der Kern der Rapid-Fans im „Block West“ drehte dem Rasen und damit der Mannschaft im Finish kollektiv den Rücken zu – und sahen womöglich die Ergebniskorrektur von Bernhard Zimmermann zum 1:3-Endstand nicht (91.).

„Wir hätten mit drei Punkten für Ruhe sorgen können, das ist nicht gelungen. Es war nicht unser Plan so aufzutreten, so zu zerfallen nach dem 0:1. So verdient man die Niederlage, wir haben gar nichts zusammen gebracht“, resümierte Feldhofer und schloss einen Rücktritt aus eigenen Stücken aus. „Ich glaube, wir können gemeinsam rausfinden.“ Sportdirektor Zoran Barisic bestätigte ihn nach der Partie im Amt, Beisatz: „Stand jetzt.“

Salzburg gewinnt CL-Generalprobe

Red Bull Salzburg feierte einen ungefährdeten 3:0 (2:0)-Erfolg bei der SV Ried. Mit dem sechsten Ligasieg in Folge bleibt der Serienmeister aus Salzburg an der Tabellenspitze. Die Generalprobe für das Duell mit dem FC Chelsea am Dienstag war somit geglückt.

Benjamin Sesko (5.) und Junior Adamu (15.) stellten für Salzburg bereits in der Anfangsviertelstunde die Weichen auf Sieg. Christoph Monschein verpasste mit einem verschossenen Elfmeter in Hälfte eins den Anschluss (30.). Kurz vor der Pause sah Leo Mikic (42.), kurz nach Wiederanpfiff Junior Adamu (54.) die rote Karte. Im zweiten Spielabschnitt machte Noah Okafor alles klar (71.). 

Die WSG Tirol und SCR Altach haben sich torlos mit 0:0 getrennt. 1.640 Zuschauer sahen im Innsbrucker Tivoli-Stadion ein Spiel mit nur wenig spielerischen Höhepunkten sowie ein leistungsgerechtes Unentschieden.

(swi/APA)