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Interview

Modeunternehmer Gabor Rose: "Heute weiß ich, dass Geld lebenswichtig ist"

Gabor Rose
Gabor RoseClemens Fabry
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Gabor Rose ist Gründer und Eigentümer der Modekette Jones. Die Firma führt er mit seiner Frau. Rose sammelt Kunst, räumt im Büro den Geschirrspüler aus und wird nervös, wenn in seinem Kleiderschrank zu viele Sachen hängen.

Die Presse: Sie haben die Modekette Jones gegründet. Der Name klingt international – viele wissen nicht, dass dahinter ein österreichisches Familienunternehmen steht.

Gabor Rose: Als ich vor 50 Jahren mit Jones begonnen habe, war österreichische Mode undenkbar. In Österreich gab es Tracht und Sportmode. Hätte ich die Firma österreichisch benannt, hätte jeder gefragt, was will der Österreicher da in der Modebranche. England war damals das Nonplusultra in der Modewelt. Es war die Aufbruchsgeneration, die Beatles, Rolling Stones, all das. England war das Zentrum der Moderne.

Wie kamen Sie gerade auf Jones?

Mein Vater handelte mit Meterware und hatte einen Kunden, der hieß JP Jones. Ich stand am Schreibtisch und stieß auf den Namen, er gefiel mir gleich. Der Kunde war gerade in Konkurs gegangen und schuldete uns 500.000 Schilling, ein Vermögen damals. Er sagte, nimm dir dafür den Namen für deine Marke, wenn du möchtest. Als wir dann 1996 mit unseren eigenen Geschäften begonnen haben, sind wir von J.P. Jones zu Jones übergangen und haben die Bildmarke geschaffen, die bis heute Bestand hat.