Autorin im Interview

Mieze Medusa: „MC Doris war nicht so prickelnd“

Mieze Medusa
Mieze MedusaJana Madzigon
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Mieze Medusa ist eine Fixgröße in der österreichischen Poetry-Slam-Szene. Von ihrer sprachlichen Wendigkeit profitieren auch ihre Romane: ihr zweiter, „Was über Frauen geredet wird“, ist nun erschienen.

Immer mit dem Finger in den Starkstrom, Baby! Immer mit der Nase in den Gatsch! Ich scheiß auf Erwartungen, ich mag's so, Ladys, immer Nummer sicher ist so fad.“ Das singt die junge Künstlerin Milla Yolobitch in Mieze Medusas neuem Roman „Was über Frauen geredet wird“. Das singt auch Mieze Medusa als Milla Yolobitch auf dem Track, den sie aus einem Impuls heraus mit dem Musiker Flip publiziert hat, nachdem das Buch fertig war. „Mieze Medusa hat ja nie sonderlich eingängige Refrains gemacht, der hier wurde aber wirklich gut. Da hab ich Flip angerufen und gefragt: Hast vielleicht grad Zeit?“

Impulsivität wurde immer großgeschrieben im Leben von Doris Mitterbacher alias Mieze Medusa, dem Fixstern in der kleinen, aber feinen österreichischen Szene des Poetry Slam. Eine Impulsivität, die allerdings mittlerweile von der Erfahrung in berechenbare Bahnen gelenkt wird: „Finger im Starkstrom? Na ja, ich bin Mitte/Ende 40, da wird man vorsichtiger. Früher war ich schon näher an der Steckdose dran.“

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