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Rosa Schnee löst Giftalarm in Stockholm aus

Stockholm Schnee Rosa
(c) EPA (Fredrik Persson)
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Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf, bis sich die Ursache der Farbe herausstellte: Der Wind hatte die Farbmarkierung einer Loipe verweht. In Griechenland sorgt normaler Schnee für Probleme.

Vom Himmel über Stockholm ist rosa Schnee gefallen und hat zeitweise Giftalarm ausgelöst. Wie der Rundfunksender SR am Freitag berichtete, warnte das Umweltamt die Bewohner der Stadtteile Södermalm, Kungsholmen und Stora Essingen vor Berührung mit dem gefärbten Schnee, weil es sich um Rattengift handeln könne. Räummannschaften wurden umgehend zur Räumung der rosa Flocken abkommandiert.

Nach der Verbreitung der Warnung über die Medien meldete sich der Langläufer-Club "Hash House Harriers" telefonisch bei der Stadtverwaltung: Man habe die Begrenzungen für eine Loipe mit rosa Pulver ausgelegt. Das sei dann, vermischt mit Schnee, vom Wind aufgewirbelt worden und als rosa Niederschlag wieder heruntergekommen.

Das Pulver war eine harmlose Mischung zum Färben von Wasser für Kinder sowie Farbpulver für Druckerpatronen. Die Behörde nahm ihre Giftwarnung zurück, empfahl den Stockholmern aber, den rosa Schnee besser nicht in den Mund zu nehmen.

Normaler Schnee sorgt für Chaos in Griechenland

Starker Schneefall hat Donnerstag früh die Menschen im Norden Griechenlands überrascht. In sieben Regionen, darunter auch der Hafenstadt Thessaloniki, blieben die Schulen geschlossen. Zahlreiche Landstraßen waren nur mit Schneeketten befahrbar, berichteten örtliche Radiosender aus Florina, Kastoria und Trikala in Nord- und Mittelgriechenland. Wegen stürmischer Winde fielen zahlreiche Fährverbindungen in der nördlichen Ägäis aus, teilte die Küstenwache mit.

Auch im benachbarten Bulgarien hat Schnee den Verkehr erheblich behindert. Zahlreiche Orte blieben auch ohne Strom, weil Schneestürme die Leitungen beschädigten, berichtete das Staatsradio in Sofia.

Besonders schwierig war die Lage im Süden und im Westen des Balkanlandes, wo viele Autos auf verschneiten Landstraßen stecken blieben. Die Ring-Autobahn um die Hauptstadt Sofia musste teilweise geschlossen werden. In der Millionenstadt kam es zum Verkehrschaos, da sogar auf Hauptstraßen der Schnee nicht rechtzeitig geräumt wurde. Bei minus sechs Grad gab es im öffentlichen Nahverkehr lange Verspätungen.

(Ag.)