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Sport-Club

Biken in Burgenlands Bergen: Steinpilz und kein Langos

Der Trail ist in mehrere Abschnitte geteilt, hier beginnt ein neuer
Der Trail ist in mehrere Abschnitte geteilt, hier beginnt ein neuerBenedikt Kommenda
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Die feinen Trails an der Nord- und Südseite des Geschriebensteins werden jetzt auch feierlich eröffnet. Der Geheimtipp hat sich aber schon herumgesprochen.

Mit Geheimtipps ist es wie mit Schwammerlplätzen: Verrät man sie, sind sie keine mehr. Sondern Allgemeingut, überlaufen, geplündert. Die Burgenland-Trails, ein neues Wegenetz für Mountainbiker an der Grenze zu Ungarn, verdienen es allerdings, aus dem Arkanen ins Licht der Öffentlichkeit geholt zu werden. Sie streben auch selbst dorthin, am Samstag, den 17. September steigt ein großes Eröffnungsfest (trails.burgenland.info).

Grafik: "Die Presse"/Petra Winkler

Mountainbiken ist sicher nicht die erste Assoziation, die Radelnden zum Burgenland einfällt. Der Geschriebenstein (884 m) als höchste Erhebung der Günser Berge bietet aber ideale Bedingungen für Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, und zwar auch in der kälteren Jahreszeit, sofern es die Bodenverhältnisse erlauben. Die auf der südlichen Seite Richtung Rechnitz gelegenen Strecken haben wir hier im Sport-Club schon im Mai anlässlich der nicht feierlichen Eröffnung vorgestellt – seither wurden rund 2000 Tagestickets und mehr als 250 Saisonkarten (auch online) verkauft.

Der längste und vielleicht schönste Trail führt Richtung Norden hinunter nach Lockenhaus: Er ist sehr abwechslungsreich, enthält schwierigere und leichtere Varianten zur Wahl, und wer will, kann sich unterwegs auch ein bisschen im Springen versuchen. Nicht nur dafür ist allerdings gewisse Trail-Erfahrung von Vorteil.

Beim Burgsee in Lockenhaus kann man parken
Beim Burgsee in Lockenhaus kann man parkenBenedikt Kommenda

Was noch fehlt, ist Gastronomie direkt an der Strecke. Die mittig auf der Passhöhe gelegene „Ranch“ ist an keine Infrastruktur außer der Straße angebunden – kein Strom, kein Wasser, kein Kanal. Man kann sich aber in den Orten versorgen (beim Eismacher in Lockenhaus auch mit Miet-E-Bikes, wie sie fürs Uphill-Fahren zu empfehlen sind) und auch am Stausee in Rechnitz (Hermann Laglers legendäres Langos mit Rahm und Käse habe ich morgens nicht getestet). Meinen Einstieg in die Auffahrt Nord habe ich etwas unkonventionell statt vom Hauptplatz Lockenhaus über die Paulusbrunnen-Strecke genommen. Und am Weg einen prächtigen Steinpilz gefunden. Bitte nicht weitersagen!

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com