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Kulissengespräche

Hat Anton Mattle ein Personalproblem?

Auf einige der bisherigen ÖVP-Landesräte kann der Spitzenkandidat nach der Wahl nicht mehr zählen.
Auf einige der bisherigen ÖVP-Landesräte kann Mattle nicht mehr zählen.(c) APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Die bisherigen ÖVP-Landesräte verlassen das sinkende Schiff, sagt die Konkurrenz. Doch Interessenten gebe es durchaus - wenn da die Bünde nicht wären.

Die Umfragen für die Tirol-Wahl versprechen Spannung. Die ÖVP taumelt in diesen aktuell zwischen 25 und 35 Prozent. Das sorgt bei der politischen Konkurrenz für reichlich Häme. Nach dem Motto: Die ÖVP-Spitzen verlassen das sinkende Schiff. Während sich etwa die Neos für ihr fixfertiges „Zukunftsteam“ beklatschen lassen – Yannick Shetty wechselt dafür aus dem Nationalrat nach Innsbruck –, belächeln die Pinken den ÖVP-Spitzenkandidaten Anton Mattle: Dieser habe Mühe, geeignetes Personal für eine Regierungsbeteiligung zu finden.

Tatsächlich fallen zwei von fünf ÖVP-Landesräten des noch amtierenden Landeshauptmanns, Günther Platter, von vornherein für eine Wiederbesetzung flach: Bildungslandesrätin Beate Palfrader gab ihren Rückzug bereits bekannt. Das ist allerdings weniger als Protestaktion gegen Mattle zu verstehen, sondern eher dem Umstand geschuldet, dass sie ihrem sicheren Abschuss damit vorgriff. Mit ihren teils recht pointierten, sprich linken, Positionen galt sie für Platter seit geraumer Zeit lediglich als „geduldet“. Querschüsse gegen Mattle, wie zuletzt bei der Kinderbetreuung - Mattle fordert nun überraschend einen Rechtsanspruch, Palfrader hält diesen für „schwer durchführbar“ -, sind demnach keine interne Meuterei, sondern bittere Abschiedsgrüße.