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Rede zur Lage der EU

Russland führt "einen Krieg gegen unsere Zukunft"

Ursula von der Leyen bei ihrer Rede zur Lage der EU im Plenarsaal des Europ�ischen Parlaments mit deutlichen Worten zu
Ursula von der Leyen bei ihrer Rede am Mittwoch(c) IMAGO/Future Image (IMAGO/Dwi Anoraganingrum)
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Kommissionschefin von der Leyen folgte in ihrer dritten Grundsatzrede der alten Formel: viel Pathos, wenig Konkretes, manch Fragwürdiges.

Schon der erste Satz, den Ursula von der Leyen am Mittwochmorgen ins spärlich besetzte Plenum des Europaparlaments in Straßburg sprach, veranschaulichte ihren geschmeidigen Umgang mit dem Zeitgeschehen: „Nie zuvor hat dieses Parlament den Zustand unserer Union debattiert, während auf europäischem Boden ein Krieg tobt.“ Die Kommissionspräsidentin überging damit nonchalant den Umstand, dass mit dem russischen Überfall auf den Osten der Ukraine und der militärischen Annexion der Krim-Halbinsel im Frühling 2014 bereits seit mehr als acht Jahren auf europäischem Boden Krieg geführt wird.

Doch von der Leyen und ihre Spindoktoren haben erkannt, dass der Ausgang dieses Krieges nicht nur über die Zukunft der Union entscheiden wird, sondern auch reichlich Material für Pathos und wirkmächtige Bilder liefert. Von der Leyen lud Olena Selenska, die Gattin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij, als Ehrengast ein; gleich am Mittwoch machte sie sich auf den Weg nach Kiew, um ihn zu treffen. „Das ist ein Krieg gegen unsere Energie, ein Krieg gegen unsere Wirtschaft, ein Krieg gegen unsere Werte und ein Krieg gegen unsere Zukunft“, mahnte von der Leyen. „Es geht hier um Autokratie gegen Demokratie. Und ich stehe hier mit der Überzeugung, dass mit Mut und Solidarität Putin stürzen und Europa obsiegen wird.“