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Geheimdienste

US-Bericht über Kreml-Einmischung wühlt Italien auf

IMAGO/SNA
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Russland soll pro-russische Kräfte im Ausland mit mindestens 300 Millionen Dollar finanziert haben.

In Italien wirbelt ein Bericht über die groß angelegte Beeinflussung Russlands in aller Welt im Ausmaß von mindestens 300 Millionen Dollar den Wahlkampf auf – und zwar in seiner heißesten Phase. Obwohl Italien nicht explizit erwähnt wird, befeuert dies Gerüchte über enge Beziehungen zwischen dem Kreml und rechten Parteien, die laut Umfragen nach der Wahl am 25. September an die Macht kommen könnten. Unter Verdacht gerät nicht nur die Forza Italia des notorischen Putin-Freunds Silvio Berlusconi, sondern vor allem die rechtspopulistische Lega, die in der Vergangenheit nie ein Geheimnis aus ihrer Bewunderung für Wladimir Putin gemacht hat: Das Selfie von Lega-Boss Matteo Salvini im Putin-Fan-Shirt am Roten Platz ist weltweit zum Sinnbild dieser Freundschaft geworden.


Mitten im Ukraine-Krieg erneuerte zudem die Lega ein Abkommen mit der Kreml-Partei „Einiges Russland“. Treffen zwischen Salvinis Berater und dem russischen Botschafter in Rom sorgten für weiteres Misstrauen. Aber vor allem tauchen seit Jahren immer wieder Berichte über angebliche geplante Finanzierungen aus Moskau auf. „Fake News“, polterte Salvini. Doch Giorgia Meloni, seine Verbündete und derzeit mit den Fratelli d'Italia in den Umfragen voran, ging auf Distanz und forderte „eine schnelle Aufklärung“. Sie beteuerte, dass ihre Partei nie Gelder aus dem Ausland erhalten habe.