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Kommentar

Burgtheater: Bitte keine zwanghaften Experimente

(c) Die Presse/Clemens Fabry
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Es ist nicht egal, wer Martin Kušej als Intendant folgt.

Wird Martin Kušejs Engagement im Burgtheater um ganze fünf Jahre verlängert? Die Chancen scheinen gering. Gerade nach der Entscheidung, die Führung der Staatsoper zu prolongieren, könnte die Kulturpolitik – also vor allem die zuständige Staatssekretärin – Lust haben, Willen zur Veränderung zu zeigen. So liegt es nahe, die Ausschreibung genau zu lesen. Der Spielplan solle, heißt es darin, „Begegnungen mit der klassischen Weltliteratur und zeitgenössischer Literatur ermöglichen“, aber auch „für neueste Erscheinungsformen des Theaterlebens offen sein“.

Was heißt das? Ein Routinebekenntnis? Ist das „postdramatische“ Theater gemeint, das etwa in der Zeitschrift „Theater heute“ gepredigt wird? Oder der skurrile Trend zum „Überschreiben“ und zur zwanghaften Kombination von Stücken, der dem Theaterprogramm der heurigen Salzburger Festspiele eine Menge gut fundierter Verrisse („Ingolstadt“, „Reigen“, „Iphigenia“) und wenig Publikumsbegeisterung gebracht hat?