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Ukraine-Krieg

Beinahe-Katastrophe nach Angriff auf Staudamm

UKRAINE-RUSSIA-WAR
Präsident Wolodymyr Selenskij bei einer Siegesfeier im zurückeroberten Isjum in der Ostukraine. Im Süden schrammte derweil seine Heimatstadt Kryvyi Rih an einer Flutkatastrophe vorbei.APA/AFP/Ukrainian presidential p
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Lokale Hochwasser nach Beschädigung eines Staudamms durch Marschflugkörper der Russen. Ein klares Kriegsverbrechen. Die Sache hätte enden können wie ein legendär-berüchtigter britischer Luftangriff auf deutsche Talsperren im Mai 1943.

Russische Bomben und Raketen trafen in diesem Krieg schon Straßen, Brücken, Bahnlinien, Fabriken, Wohnhäuser, Einkaufszentren, Spitäler – ob vorsätzlich gezielt oder als Irrläufer, das war freilich nicht immer klar.

Nun war ein Staudamm dran: Am Mittwochabend kamen Berichte aus der südukrainischen Industriestadt Kryvyi Rih, wonach sieben oder acht von Bombern gestartete Marschflugkörper im Stadtgebiet eingeschlagen seien und unter anderem den Damm am Karatschunow-Stausee getroffen hätten. Das 280 Meter lange Bauwerk hat zwei getrennte Schleusenöffnungen, durch die der Fluss Inhulez über Wasserfälle nach Süden austritt, sich gleich wieder vereinigt und mäandernd durch die Stadt fließt.

Bilder zeigen, dass die (Blickrichtung Norden) rechte Wehranlage schwer beschädigt wurde, enorme Wassermassen rauschen durch. Der Damm hielt, aber der Inhulez schwoll erst im Stadtgebiet, dann weiter flussabwärts schnell an, die Angaben reichen von zwei bis hin zu sechs Metern. Uferzonen und, laut Behörden, mehr als 100 Häuser wurden überschwemmt, Siedlungen geräumt, eine Fußgängerbrücke weggerissen.