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Trotz Barrieren: „Ich bin sehr froh, arbeiten zu können“

Es kommt auch Betroffenen zugute, offen zu kommunizieren kanncom-unit
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In Österreich leben rund 1,3 Millionen Personen mit einer Behinderung. In der EU beläuft sich die Zahl auf rund
80 Millionen Menschen. Für die Integration am Arbeitsplatz brauche es unter anderem die Bereitschaft, direkt nachzufragen.

Wien/Tel Aviv. Um an der achten „Accessibility Technology & Innovation“-Jahrestagung teilzunehmen, sind viele Interessierte gefordert, sich gut vorzubereiten: „Der Aufwand war so groß, dass ich überlegt habe, gar nicht hinzufliegen“, sagt Maria Sobotka, während sie auf dem Flughafen darauf wartet, wieder in ihrem eigenen Rollstuhl sitzen zu können. Doch die Motivation, nach Israel zu reisen, hat überwogen. Denn von 9. bis 12. September präsentieren internationale Unternehmen ihre Initiativen, um das Leben von Menschen mit Behinderungen zu erleichtern. Zu ihnen zählt auch Maria: Mit 16 Jahren erhielt sie die Diagnose, unter Friedreich-Ataxie zu leiden, einer Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Seither ist sie darauf angewiesen, unterstützt zu werden: Zu Hause hilft ihr ein Assistent, am Arbeitsplatz reicht es, eine niedrige Arbeitsfläche zu haben und Räume barrierefrei vorzufinden. Seit sechs Jahren beim Verbund tätig, gelang es ihr, zur Accessibility Managerin aufzusteigen. Sie zeichne dafür verantwortlich, die bauliche, digitale und kommunikative Barrierefreiheit voranzutreiben: „Ich bin sehr froh, arbeiten zu können“, sagt sie, „ich werde in Arbeitsprozesse integriert und nach meiner Einschätzung gefragt. Teilweise ist es aber auch mühsam, mitzuerleben, wie unsere Vorhaben im Stau stehen oder nach hinten werden.“