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Queen: Wurden Harry und Meghan vom Staatsempfang ausgeladen?

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Harry und William bei der Totenwache(c) APA/AFP/POOL (IAN VOGLER)
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Vor dem Begräbnis für Queen Elizabeth II. trifft König Charles etliche Staats- und Regierungsschefs. Prinz Harry wird nicht zugegen sein. Das Kulturministerium hat dazu aufgerufen, sich nicht mehr in die Schlange einzureihen.

Vor dem Staatsbegräbnis für Queen Elizabeth II. am Montag wird König Charles III. am Vorabend Staatsgäste aus aller Welt im Buckingham-Palast empfangen. Etliche Staats- und Regierungschefs sind bereits in London eingetroffen, darunter auch US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden. Um die Teilnahme von Queen-Enkel Prinz Harry und seiner Ehefrau Herzogin Meghan am Staatsempfang für die Gäste des Begräbnisses der Königin gibt es Verwirrung: Waren sie nie eingeladen, oder wurden sie wieder ausgeladen?

Die BBC berichtete am Samstag unter Berufung auf Quellen im Umfeld des Paares, die beiden hätten eine Einladung per E-Mail bekommen. "Aber nun sind sie irritiert, dass sie nicht teilnehmen können", hieß es weiter. Palast-Insider hingegen betonten, zu der Veranstaltung seien stets nur aktive Mitglieder der königlichen Familie geladen gewesen. Dabei handelt es sich um einen Empfang von König Charles III., Harrys Vater, für Ehrengäste wie US-Präsident Joe Biden im Buckingham-Palast am Sonntag.

Harry und Meghan hatten ihre royalen Pflichten vor längerem aufgegeben. Das Verhältnis zwischen Meghan und Harry, die seit Jahren in den USA leben, und dem Rest der königlichen Familie gilt als schwer beschädigt. Anlass war scharfe Kritik des Paares am Palast, besonders an Charles. In seiner ersten Rede als König hatte der 73-Jährige aber seine Liebe für Meghan und Harry betont.

Nicht mehr in Schlange einreihen

Das britische Kulturministerium hat am Sonntag dazu aufgerufen, sich nicht mehr in der Warteschlange zum Sarg der Queen anzustellen. Im Laufe des Sonntags sollte eine Entscheidung gefällt werden, wann die Schlange geschlossen wird, teilte das Ministerium auf Twitter mit: "Um Enttäuschungen zu vermeiden, fahren Sie nicht mehr los, um sich in die Warteschlange einzureihen“.

Auch der Zugang zum Buckingham-Palast ist eingeschränkt worden. "Wenn Sie planen, den Buckingham Palast heute zu besuchen, beachten Sie bitte, dass Sie den Bereich vor dem Haupttor nicht betreten können", teilten die königlichen Parks am Sonntag mit.

15-minütige Totenwache der Enkel

Die acht Enkel der Queen - einschließlich der Prinzen William und Harry - hielten am Samstagabend eine 15-minütige Totenwache. Ausnahmsweise durfte auch Harry zu dem Anlass eine militärische Uniform tragen. Obwohl der 38-Jährige in Afghanistan gedient hat, bleibt ihm dies wegen seines Rückzugs aus dem Königshaus mittlerweile sonst eigentlich verwehrt. Nach Kritik daran, dass für Andrew bei einer Totenwache der Kinder der Queen eine Ausnahme gemacht wurde, änderten sich jedoch auch für Harry die Regeln.

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Die Enkel der Queen hielten Totenwache(c) APA/AFP/POOL (AARON CHOWN)

Der Sarg der am 8. September gestorbenen Queen Elizabeth II. ist noch bis zum frühen Montagmorgen in der Westminster Hall - dem ältesten Teil des britischen Parlaments - aufgebahrt und für die Öffentlichkeit zugänglich. Zehntausende stellten sich bereits in den vergangenen Tagen für viele Stunden, oft auch über Nacht, in die kilometerlange Schlange, um ihrer Königin einen letzten Besuch abzustatten und sich zu verabschieden. Am Samstag statteten König Charles und Prinz William den Wartenden überraschend einen Besuch ab. Es wird erwartet, dass die Regierung die Schlange im Laufe des Sonntags schließen wird, damit alle Anstehenden noch am Sarg vorbeiziehen können, bevor das "Lying-In-State", wie die Aufbahrung genannt wird, endet.

Schweigeminute am Sonntagabend

Am Sonntagabend ist für 20.00 Uhr Ortszeit ist eine nationale Schweigeminute angesetzt. Die Briten sind alleine zuhause, aber auch zusammen bei Veranstaltungen dazu eingeladen, eine Minute lang innezuhalten. Zuvor will die BBC eine vorab aufgezeichnete Videobotschaft der Königsgemahlin Camilla senden, aus der die britische Nachrichtenagentur PA bereits zitierte.

"Sie war immer Teil unseres Lebens", sagte die Ehefrau von Charles darin. Sie sei nun 75 Jahre alt und könne sich an niemand anderen an der Spitze erinnern, erzählte Camilla und würdigte die Rolle der Queen als weibliche Vorreiterin. "Sie hatte diese wundervollen blauen Augen, die ihr ganzes Gesicht erhellt haben, wenn sie gelächelt hat", sagte Camilla über die Queen. "Ich werde mich immer an ihr Lächeln erinnern. Ihr Lächeln ist unvergesslich."

Höchste Sicherheitsvorkehrungen

Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten sind unterdessen damit beschäftigt, eine der größten Sicherheitsoperationen durchzuführen, die die britische Hauptstadt je erlebt hat. Schon seit Tagen werden Vorbereitungen und Kontrollen durchgeführt, um die Sicherheit von Hunderttausenden Menschen, die am Montag in London sein werden, zu gewährleisten. Es werden auch Hunderte Monarchen, Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet.

Nach einem Gottesdienst in der Westminster Abbey am Montagvormittag wird der Sarg in einer Prozession zum Wellington Arch gebracht. Die Route führt über die Prachtstraße The Mall und am Buckingham-Palast vorbei. Die eigentliche Beisetzung findet nicht in London, sondern im westlich gelegenen Windsor statt, wohin der Sarg mit einem Leichenwagen gefahren wird. Ihre letzte Ruhestätte soll die Queen am Montagabend bei einer privaten Beisetzung in der St George's Chapel auf Schloss Windsor erhalten - an der Seite ihres im vergangenen Jahr gestorbenen Ehemannes Prinz Philip.

 

(APA/dpa)

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