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Interview

Ed Owens: "Charles muss extrem vorsichtig sein"

In London reißen die Trauerbekundungen nach dem Tod der Königin nicht ab. Bis Montagfrüh konnte die Öffentlichkeit in Westminster Hall Abschied nehmen.
In London reißen die Trauerbekundungen nach dem Tod der Königin nicht ab. Bis Montagfrüh konnte die Öffentlichkeit in Westminster Hall Abschied nehmen.APA/AFP/SEBASTIEN BOZON
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Der Historiker Ed Owens ist der Ansicht, dass Großbritannien nie republikanischer war und dass der neue König sehr aufpassen muss, dass es zu keinem Zerwürfnis mit der Regierung kommt.

Die Presse: Seit dem Tod der Queen sehen wir nicht endende Trauerbekundungen. Was wurde eigentlich aus der guten, alten „Stiff Upper Lip“ der Briten?

Ed Owens: Wir wussten schon lang, dass die Gesundheit der Queen immer schwächer wurde. Aber wenn dann das Unausweichliche passiert, ist es immer noch ein Schock. Ein Schock, den die Medien noch endlos ausweiten mit exzessiver Berichterstattung. Aber wir haben auch gesehen, dass der Palast blitzartig reagierte: Die Königin ist tot, lang lebe der König. Die Monarchie stirbt niemals. Das war die erste Botschaft. Sie ist angekommen.


Wie sehen die Briten ihren neuen Herrscher, King Charles III.?

In Umfragen ist die Zustimmung hoch, und sicher gibt es sehr viel Wohlwollen. Aber seien wir ehrlich: Großbritannien ist heute republikanischer als je zuvor. Ein Viertel der Bevölkerung sagt in Umfragen, dass wir ohne Königshaus besser dran wären.


Die Queen spielte immer eine große Rolle für den Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs. Wird Charles dazu ebenso in der Lage sein?