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Schwankende Gebäude

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

Mexiko-City: In der Hauptstadt war das Erdbeben deutlich zu spüren.
Mexiko-City: In der Hauptstadt war das Erdbeben deutlich zu spüren.APA/AFP/ALFREDO ESTRELLA
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US-Experten erklärten in einer ersten Stellungnahme, ein Tsunami sei nicht auszuschließen.

Ausgerechnet am Jahrestag der beiden verheerenden Erdbeben von 1985 und 2017 hat ein Erdstoß der Stärke 7,4 den Westen Mexikos erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab am Montag die Stärke der neuen Erschütterungen mit 7,6 in einer Tiefe von 15 Kilometern an. Präsident Andres Manuel Lopez Obrador erklärte in einer Videoansprache, in der Stadt Manzanillo sei eine Person durch eine herabstürzende Wand ums Leben gekommen. Die Tsunami-Warnbehörde sagte meterhohe Tsunami-Wellen voraus. 

Diese könnten an einigen Küstenabschnitten Mexikos eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Das Epizentrum lag demnach an der Pazifikküste nahe der Grenzen der Bundesstaaten Michoacan und Colima.

Im Internet veröffentlichte Bilder, die aus der betroffenen Region stammen sollen, zeigten schwer beschädigte Häuser. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichteten aus Mexiko-Stadt von schwankenden Gebäuden. In der Hauptstadt seien zunächst keine Schäden verzeichnet worden, erklärte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum Pardo. Allerdings fiel in Teilen von Mexiko-Stadt der Strom aus. Sie liegt etwa 400 Kilometer von dem Epizentrum des Bebens entfernt.

Alarm kurz nach Übung ausgelöst

In Mexiko-Stadt wurde ein Erdbebenalarm ausgelöst - kurz, nachdem dort und landesweit am Nachmittag eine Katastrophenschutz-Übung am Jahrestag der schweren Erdbeben von 2017 stattgefunden hatte, wie die mexikanische Zeitung "El Universal" berichtete.

Das Zentrum des Bebens lag 59 Kilometer südlich von Coalcoman im Bundesstaat Michoacán an der Pazifikküste, wie das Nationale Seismologische Institut am Montag mitteilte. Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt waren die Erschütterungen zu spüren.

Aus der Hauptstadt seien allerdings zunächst keine Schäden gemeldet worden, erklärte die Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum Pardo. Auch der Betreiber der lokalen U-Bahn teilte mit, man habe die notwendigen Checks vorgenommen und die Züge könnten normal verkehren.

Mexiko grenzt an den Atlantischen und den Pazifischen Ozean und ist eines der seismisch aktivsten Länder der Welt. Das Staatsgebiet erstreckt sich über insgesamt fünf tektonische Platten.

Am 19. September 1985 wurden bei einem Beben der Stärke 8,1 in Mexiko-Stadt mehr als 10.000 Menschen getötet und hunderte von Gebäuden zerstört. Am 19. September 2017 starben bei einem Beben der Stärke 7,1 rund 370 Menschen, die meisten in der Hauptstadt.

(APA/Reuters)