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Schach

Nächster Eklat um Magnus Carlsen

Magnus Carlsen.APA/AFP/ARUN SANKAR
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Nach den angedeuteten Anschuldigungen gegen Hans Niemann hab Weltmeister Magnus Carlsen nun eine Partie gegen den jungen US-Amerikaner einfach auf.

Magnus Carlsen hat für den nächsten Aufreger gesorgt. Drei Figuren waren in seiner Partie gegen Hans Niemann gezogen, da gab der Schach-Weltmeister kommentarlos auf. Das heißt, er kappte seine Videoverbindung beim Julius-Bär-Generationen-Cup, ein Online-Turnier, bei dem die Spieler ihre Webcams auf sich gerichtet haben.

Seit Wochen ist die Schachwelt ohnehin wegen Carlsen udn Niemann in Aufruhr. Der norwegischen Superstar wirft dem jungen Amerikaner vor, in einem Duell vor zwei Wochen beim Sinquefield Cup in St. Louis betrogen zu haben. Allerdings tat er das in einem bizarren Tweet ("Wenn ich etwas sage, bin ich in großen Schwierigkeiten") und ohne Beweise vozulegen. Und nachdem er gegen den Weltranglisten-49. verloren hatte.

Es gibt Analysten, die meinen an den Vorwürfen sie etwas dran, in Niemanns Spiel würden sich Ungereimtheiten finden. Andere wiederum behaupten, Niemann habe noch immer zu viele Fehler gemacht als dass ein Betrug wahrscheinlich wäre. Allerdings war der US-Amerikaner in der Vergangenheit angeblich schon zweimal von der Plattform "chess.com" verbannt worden, weil er mit Hilfe eines Schach-Computers betrogen haben soll.

Carlsens Rückzug beim Julius-Bär-Cup ist nun eine weitere klare Andeutung, mit der Niemann Betrug vorwirft. Die Reaktionen der Experten waren jedenfalls deutlich. Der ungarische Großmeister Peter Leko zeigte sich "sprachlos", US-Großmeister Maurice Ashley nannte die Vorkommnisse „schockierend und beunruhigend“. Meisterin Jovanka Houska, Kommentatorin beim Turnier, habe Carlsen weiter Öl ins Feuer gegossen. „Er kann nicht einfach sagen: 'Ich glaube, du hast betrogen' und damit eine Hexenjagd provozieren. Er muss sagen: 'Hier ist mein Beweis'.“ 

(red.)