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Pizzicato

Auf der Wiesn

Falls sich jemand gefragt haben sollte – und es waren nicht wenige –, was der Ex-Kanzler so treibt, bekam er kürzlich einen Einblick in seine neue Lebensrealität.

Sebastian Kurz präsentierte sich also im Festzelt beim Münchner Oktoberfest mit einer Maß, die inzwischen stolze 13,80 Euro kostet. Keine Sorge: Kurz war auf Einladung deutscher Unternehmer in Bayern. Eine Rede musste er nicht schwingen wie in seinem alten Job, nur für Selfies posieren.

Auf der „Wiesn“ lief ihm übrigens Markus Söder über den Weg. Einst galt der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef als enger „Spezi“, bis die Pandemie die Grenzen der Freundschaft zwischen Österreich und Bayern aufzeigte. Womöglich beneidet Söder seinen Parteifreund jetzt darum, dass er nicht mehr im Hamsterrad der Politik steckt – und nur zur Gaudi ins Bierzelt geht.

CSU wie ÖVP sind weit von ihrer Höchstform entfernt – wie die Fußballer von Bayern München, die trotz ihres stürmenden Tormann-Kapitäns Manuel Neuer neulich in Augsburg in eine Schlappe schlitterten. Ins VIP-Zelt drang die Häme zu den Trachten-Kickern nicht voll durch. Es könnte allerdings noch schlimmer kommen.
Das Oktoberfest, so orakeln Virologen, könnte zum „Ground zero“ der neuen Coronawelle werden. Keine „Blutwiesn“, eine Corona-Wiesn. Mit der Gaudi wär's dann ganz vorbei. (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com