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Interview

Tirols Neos-Chef: "Deutsch wird im sozialen Umgang gelernt"

Dominik Oberhofer (42) kommt aus der Hotellerie und fungiert seit 2016 als Tiroler Neos-Obmann. Am Sonntag ist er Spitzenkandidat seiner Fraktion bei der Landtagswahl.
Dominik Oberhofer (42) kommt aus der Hotellerie und fungiert seit 2016 als Tiroler Neos-Obmann. Am Sonntag ist er Spitzenkandidat seiner Fraktion bei der Landtagswahl.APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Tirols Neos-Chef Dominik Oberhofer will Migrantenkinder in der Freizeit statt mit mehr Lehrstunden integrieren. Die ÖVP kritisiert er, Toni Mattle sei aber anständig. Wenngleich Oberhofer vielen Habsburgern verbunden ist, bleibe er Republikaner.

Die Presse: Sie haben gesagt, ohne die Neos werde in Tirol gar nichts mehr gehen. Ist das nicht ein bisschen großspurig für eine Fünf-Prozent-Partei, selbst wenn sie sich verdoppeln könnte?

Dominik Oberhofer: Nein. Wenn man sich die Umfragen anschaut, wird es nach der Wahl zu einer Dreierkoalition kommen, und wir Neos haben in den vergangenen viereinhalb Jahren im Landtag bewiesen, dass wir die Einzigen sind, die mit allen anderen Parteien zusammenarbeiten können. Und deswegen glaube ich, dass diese Aussage richtig ist.

Nach der Wahl dürften ÖVP, SPÖ und Grüne als Partner für Sie infrage kommen. Mit wem wären Sie lieber in einer Koalition?

Wir können mit allen dreien.

Sie haben der ÖVP die Wirtschaftskompetenz abgesprochen. Warum wollen Sie mit einer Partei koalieren, der Ihrer Meinung nach diese Kompetenz fehlt?

Weil ich sie habe. Ich kann Umwelt und Wirtschaft verbinden. Und langsam kommt mir vor, dass die ÖVP sieht, dass sie diese Kompetenzen verloren hat, und auch auf unsere Vorschläge zugreift.

Und Sie würden dann einen Vertreter der von Ihnen so scharf kritisierten ÖVP zum Landeshauptmann wählen?