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Astrophysik

Wo hat der Saturn seine Ringe her?

Saturn, der zweitgrößte Planet in unserem Sonnensystem, gibt immer noch viele Rätsel auf.Corbis via Getty Images
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Sie sind die Trümmer eines Mondes, der dem Planeten zu nahe kam – diese Theorie wird nun durch Simulationen erhärtet, auf Basis von Daten der Raumsonde Cassini.

Im Jahr 1610 machte Galileo Galilei eine staunenswerte Entdeckung, mit einem der ersten Teleskope. „Der Planet Saturn ist nicht allein“, schrieb er dem Großherzog der Toskana. Es handle sich in Wahrheit um drei Planeten, die sich „fast berühren“ – einen großen mittleren und zwei kleine an der Seite, die er als „Henkel“ oder „Ohren“ bezeichnete. Seltsam genug. Aber es kam noch ärger: Zwei Jahre später verschwanden die beiden Anhängsel plötzlich. Der geniale Forscher war fast sprachlos: „Noch nie habe ich so etwas so Überraschendes und Neuartiges gesehen.“ Er grübelte: „Hat Saturn seine Kinder verschlungen?“ – wie im antiken Mythos von dem göttlichen Titanen, der seine Söhne frisst, damit sie ihn nicht gemäß Prophezeiung vom Thron stürzen.

Im Jahr darauf tauchten die „Ohren“ wieder auf. Und bald wurde klar: Es handelt sich um dünne, konzentrische Ringe, die den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems umgeben. Vorübergehend unsichtbar waren sie, als die Erde ihre Ebene passierte. Dass sie aus einzelnen Partikeln und Brocken bestehen, vermutete als Erster der italienische Astronom Cassini. Nach ihm wurde die Raumsonde benannt, die von 2004 bis 2017 den Saturn umrundete. Sie sammelte Daten, die helfen sollen, seine Rätsel zu lösen.