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Proteste

Iran bestätigt Cyber-Angriff auf Zentralbank

Eine Hackergruppe reklamiert den Angriff auf die Zentralbank für sich. Es sei ein Akt der Solidarität mit den Protesten im Iran.

Irans Zentralbank hat einen Cyber-Angriff auf ihre Systeme bestätigt. Die Bank sei Ziel einer DDoS-Attacke geworden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch unter Berufung auf einen Sprecher. Bei DDos-Attacken überrollen Angreifer die Server ihrer Opfer mit einer Flut von Datenanfragen, um diese lahmzulegen. Im Iran war die Webseite nach einiger Zeit wieder erreichbar.

Eine Hackergruppe reklamierte in einem Telegram-Kanal den Angriff für sich und gab als Grund ihre Solidarität mit den Protesten im Iran an. Die Angaben ließen sich nicht verifizieren. Die Website der Zentralbank war nach Angaben von Überprüfungs-Werkzeugen im Internet weltweit abgeschaltet. Auch Regierungsseiten sollen Ziel einer breit angelegten Attacke sein.

Auslöser der Proteste ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Sie war vor gut einer Woche von der Sittenpolizei wegen ihres "unislamischen Outfits" festgenommen worden. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah ist unklar, jedenfalls fiel sie ins Koma und starb am Freitag in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück.

 

 

(APA/DPA)