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Tirol-Wahl

Tiroler Neos schließen ÖVP-Koalition unter Walser und Gerber aus

Er wisse gesichert, dass Walser mit den Spitzen aller Parteien den Kontakt suche, behauptet Oberhofer.
Er wisse gesichert, dass Walser mit den Spitzen aller Parteien den Kontakt suche, behauptet Oberhofer.APA/EXPA/ERICH SPIESS
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WK-Chef Walser würde hinter dem Rücken von Spitzenkandidat Mattle bereits an einer Zweierkoalition mit der SPÖ basteln, sagt Neos-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer. Ein solches Verhalten sei „unappetitlich“.

Neos-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer schließt eine mögliche Koalition der Pinken mit einer ÖVP unter Wirtschaftsflügel-Größen wie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser sowie dem Touristiker und LAbg. Mario Gerber nach der Landtagswahl aus. Vor allem Walser nahm Oberhofer ins Visier: Dieser würde hinter dem Rücken von Spitzenkandidat Anton Mattle bereits an einer Zweierkoalition mit der SPÖ und ihrem Vorsitzenden Georg Dornauer basteln, sagte Oberhofer.

Ein solches Vorgehen sei "derartig unappetitlich" und eine ungustiöse Hinterzimmerpolitik, dass ihm fast die Worte fehlen würden, zeigte sich der pinke Frontmann erbost. Er wisse gesichert, dass Walser auch mit den Spitzen der anderen Parteien den Kontakt suche - unter dem Vorwand, das Wahlprogramm der Wirtschaftskammer zu besprechen. Dabei sei dieses schon längst unter Dach und Fach. Auch ihn, Oberhofer, habe Walser kontaktiert.

Walser: „Jetzt wirds nur mehr skurril"

Walser, Gerber und Co. würden eine Koalition mit Dornauer und ohne Mattle wollen, war sich Oberhofer sicher. Und der SPÖ-Chef wäre sofort dazu bereit. Auch mit Wirtschaftsbundchef Franz Hörl in einer Regierung würden die Neos nicht zusammenarbeiten, erklärte Oberhofer.

Die Aussagen Oberhofers seien "an Absurdität nicht zu überbieten", reagierte ein Sprecher des Wirtschaftsbundes. Sowohl Walser als auch Gerber stünden "zu 100 Prozent hinter Toni Mattle" und würden im Wahlkampf voll für diesen im Einsatz sein. Oberhofer wolle offensichtlich nur "Effekthascherei" betreiben, um auf den letzten Metern des Wahlwerbens noch "billiges politisches Kleingeld zu wechseln". Und auch Walser selbst meldete sich zu Wort. "Jetzt wirds nur mehr skurril", sagte er. Oberhofer und Co. sollten sich endlich mal untereinander einig werden, "mit wem ich gerade angeblich eine Koalition verhandle, mit FPÖ oder SPÖ". "Absurd", so Walser.

(APA)