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Ein langer Rücken, leicht zu begehen für einen 4000er: das Breithorn.
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Schweizer Bergwertung

Ein Greenhorn auf dem Breithorn

Das Breithorn ist nicht das Matterhorn, sondern ein „leichter“ Gipfel. Auf den ersten 4000er mit einer reinen Frauenseilschaft.

Wenn das Ziel der Gipfel des Breithorns (4164 m) ist und man samt Rucksack, Bergschuhen und Eispickel aus der Gondel der höchstgelegenen Bergbahnstation Europas – Klein Matterhorn – steigt, drängt sich folgende Frage auf: Warum (zum Teufel) soll man erst rund 400 Höhenmeter absteigen, um am nächsten Tag alles wieder hinaufzugehen? Nun, der Grund ist so einfach wie überzeugend: Auf dem Gletscherfeld Plateau Rosa, einem Teil des Theodulgletschers, liegt die Hütte Rifugio Guide del Cervino (3480 m), im italienischen Teil des schweizerisch-italienischen Skigebiets Zermatt-Cervinia-Valtourneche. Und diese Schutzhütte von 1984 bietet neben Pasta, Vino und dem „wirklich besten Espresso Italiens“, wie der Wirt Lucio Trucco preist, eben auch 36 Schlafplätze.

Also schnallt man leicht benommen von der dünnen Luft, vom kalten Wind und dem atemberaubenden Blick aufs Matterhorn die Steigeisen unter die Füße und geht am frühen Nachmittag die Piste abwärts. Was mit Skiern ein Leichtes wäre – zu Fuß jedoch mit manch steilen Passagen etwas schwieriger. Aber die Hütte auf dem Testa Grigia (Graukopf) ist eben der ideale Ausgangspunkt für Touren zum Breithorn, oder, deutlich weiter, um via Pollux, Castor und Liskamm ins Monte-Rosa-Massiv vorzudringen. Kenner nennen diese Tour Spaghetti-Runde, manch einer auch Pizza-Tour, ihren Namen verdankt sie jedenfalls den Berghütten italienischer Provenienz – mit Pasta- oder Pizza-Stopp. Aber unsere Gruppe, 15 Frauen und drei Schweizer Bergführerinnen, fangen klein an: Für alle 15 ist es der erste 4000er-Gipfel, den es zu erklimmen gilt.