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Unternehmen

Heimische KMU sind trotz Krise optimistisch

Knapp drei Viertel der Unternehmen sind laut einer Umfrage für die nächsten Jahre zuversichtlich.

Wien. Trotz Inflation und Pandemie blickt eine große Mehrheit der heimischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) optimistisch in die eigene Zukunft. Für sich selbst sind demnach 74 Prozent der Unternehmen für die kommenden zwei bis drei Jahre zuversichtlich. Das ergab eine Imas-Umfrage im Auftrag der Erste Bank unter 900 österreichischen KMU.

Bei der letzten Befragung 2020 schätzten sogar 79 Prozent ihre eigene Situation optimistisch ein. Weniger groß ist indes die Zuversicht für die gesamte Volkswirtschaft: Hier liege der Prozentsatz nur bei 57 Prozent, sagte Erste-Bank-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller bei einer Onlinepräsentation der Studie. Hans Unterdorfer, Firmenkundenvorstand der Erste Bank, erklärt sich diesen Unterschied unter anderem mit der Bereitschaft insbesondere bei Familienunternehmen, in schwierigen Zeiten auch eigene Mittel einzusetzen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

Sorgen wegen der Energiepreise

Hier spielt auch die Kapitalausstattung eine Rolle: 38 Prozent gaben an, ihr Eigenkapital in den Pandemiejahren sogar gesteigert zu haben. Tendenziell sei hier die Situation jedoch bei kleinen Unternehmen weniger rosig als bei größeren KMU, sagte Holzinger-Burgstaller.

Die größten Probleme bereiten den KMU die steigenden Energiepreise, davon sind 90 Prozent der Befragten betroffen. 73 Prozent machen sich über Lieferkettenprobleme und 62 Prozent wegen des Arbeitskräftemangels Sorgen. 19 Prozent der KMU sahen Absatzmärkte in der Ukraine und Russland wegbrechen.

Investiert wird vor allem in Ökologisierung und Digitalisierung. So gaben 23 Prozent der KMU an, auf alternative Energieformen umgestiegen zu sein, 20 Prozent sind gerade dabei. Auch bei Beschaffung und Einkauf wird verstärkt mit Blick auf Nachhaltigkeit investiert. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2022)