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USA

Boeing: 200 Mio. Dollar Strafe

Die Börsenaufsicht hatte dem Konzern vorgeworfen, Anleger bei Sicherheitsfragen getäuscht zu haben.

Chicago. Der Luftfahrtkonzern Boeing wird im Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC nach den zwei Abstürzen des Unglücksjets 737 Max eine hohe Millionensumme zahlen. Die SEC hatte dem Konzern und dem damaligen Boeing-Chef, Dennis Muilenburg, vorgeworfen, Investoren über die Sicherheit seiner 737 Max getäuscht zu haben. Die Börsenaufsicht teilte am Donnerstag nun mit, dass Boeing 200 Millionen Dollar (rund 203 Millionen Euro) Strafe zahlen müsse – aber auch Muilenburg eine Million Dollar.

Weder Boeing noch Muilenburg gestanden ein Fehlverhalten ein, beide stimmten der Zahlung aber zu. „In Zeiten von Krisen und Tragödien ist es besonders wichtig, dass börsenotierte Unternehmen und Führungskräfte den Märkten vollständige, faire und wahrheitsgemäße Informationen zur Verfügung stellen“, teilte SEC-Chef Gary Gensler mit.

Boeing und Muilenburg hätten die Anleger in die Irre geführt, indem sie die Sicherheit der 737 Max zugesichert hätten, obwohl sie von ernsthaften Sicherheitsbedenken gewusst hätten. Boeing erklärte in einer Stellungnahme, dass mit dem Vergleich die Untersuchung der Börsenaufsicht abgeschlossen sei und der Konzern die Vorwürfe „weder zugeben noch bestreiten wird“.

Einigung mit Ministerium

Der Airbus-Rivale hatte sich mit dem Justizministerium Anfang 2021 wegen Betrugs- und Verschwörungsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Skandal auf Strafzahlungen von mehr als 2,5 Milliarden Dollar geeinigt.

Boeing war nach zwei Flugzeugabstürzen mit insgesamt 346 Toten schwer in die Kritik geraten – der Konzern rutschte in eine Krise. Der Problemflieger 737 Max war nach den zwei Abstürzen lang mit Startverboten belegt. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2022)