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Leitartikel

Wir müssen uns an Rechtspopulisten gewöhnen

Italien wird am Sonntag vermutlich vorzeigen, wie stark eine rechtspopulistische Bewegung mit einer charismatischen Kandidatin sein kann. Giorgia Melonis Fratelli d'Italia führen in allen Umfragen.IMAGO/Independent Photo Agency I
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Mit den richtigen Spitzenkandidatinnen sind die Rechtspopulisten kaum aufzuhalten. Höchste Zeit, in Brüssel und den Staatskanzleien inhaltlich nachzudenken und sich zu verändern.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese 20er-Jahre noch goldene werden, scheint aus heutiger Sicht überschaubar. Dennoch orten Historiker Parallelen: eine Pandemie, galoppierende Inflation, hypernervöse Börsen und große Herausforderungen für unsere parlamentarischen Demokratien, um es zurückhaltend zu formulieren.

Wenn in Tirol Anton Mattle und die ÖVP den Landeshauptmann halten, dann nicht aus eigener Stärke, sondern aus Schwäche der Oppositionsparteien. Vor allem die FPÖ wird als Protestpartei mit einem schwachen Frontmann in der diffusen Tiroler Stimmung aus Wunsch nach Veränderung, Zorn über die eigene Abhängigkeit vom Tourismus und dessen peinlichen Funktionären und Frustration über ein wie überall schlechter werdendes Versorgungssystem unter ihrem möglichen Wählerpotenzial bleiben.