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Müllberge auf den Gehsteigen: Sie sind fixer Bestandteil des New Yorker Stadtbilds.
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Biomüll-System

Wohin mit New Yorks Müll?

Die größte Stadt der USA will ihr Biomüll-System ausweiten. Die Müllberge von New York könnten in grüne Energie verwandelt werden – wenn alle mitspielen.

Es ist schon wieder passiert: Sie ist auf dem Heimweg auf eine Ratte gestiegen. „Sie war überraschend weich“, sagt Tabitha, „aber auch überraschend prall.“

Es ist alles andere als ungewöhnlich, in New York Ratten zu sehen. Sie sind beinahe so etwas wie ein heimliches Wahrzeichen der Stadt und Bestandteil eines jeden Bürgermeisterwahlkampfs. Eric Adams versprach den New Yorkern eine Falle, in der die Ratten in einer Säure ertränkt würden. Er gewann 2021 die Wahl. Die Fallen sind nach wie vor nicht installiert; Kommentatoren schreiben davon, dass die Stadt „den Ratten-Kampf verliert“ („Gothamist“), und fordern einen Ratten-Beauftragten, einen rat czar („The Atlantic“).

Dass die Ratten sich aber in New York so wohlfühlen, liegt an den unappetitlichen Müll-Gewohnheiten der Stadt. Tabitha, die nicht erst ein Mal auf eine vorbeihuschende Ratte gestiegen ist, lebt an der Upper West Side von Manhattan, und wie viele Manhattanites wohnt sie in einem Block, der von zwei Delis begrenzt ist – vor denen Berge von schwarzen Müllsäcken thronen. „Sobald es wärmer wird, fängt es nicht nur an, bestialisch zu stinken“, sagt Tabitha: „Die Ratten scheinen sich auch über Nacht zu vermehren.“