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Sascha Kosatschow und Franziska Daun haben ihre Wohnung aufgegeben, die Arbeit gekündigt und sich auf eine Reise durch Europa begeben. Eine mit Open End.
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Leben auf fünf Quadratmetern

Wie idyllisch ist das Leben im Bus wirklich?

Sie träumen von Freiheit und von Abenteuern. Davon, dem Hamsterrad zu entfliehen und den hohen Mieten. Jeden Tag neue Orte zu sehen und mit dem Blick aufs Meer aufzuwachen. Aber wie idyllisch ist das Leben im Bus wirklich?

Eine Neubauwohnung im Zentrum von Graz, 88 Quadratmeter groß, Terrasse auf dem Dach, Freunde und Familie in Reichweite. Sascha Kosatschow und seine Freundin, Franziska Daun, führten ein gemütliches Leben. Beide arbeiteten als Lehrer, bezogen ein fixes Gehalt, genossen einen hohen Lebensstandard und den großen Freundeskreis. „Vielleicht war es zu gemütlich“, erzählen sie heute. „Wir waren in unserem stressigen, aber zugleich so eintönigen Alltag nicht mehr glücklich.“

Dann überkamen immer stärker die Erinnerungen an das Campen in ihrer Kindheit. „Wir waren immer in einem VW-Bus unterwegs. Du besitzt wenig, kannst selbst deinen Weg gestalten. Jeder Tag ist anders. Du bestimmst, wo du aufwachst, ob du an einem Ort länger bleiben willst, wann du weiterfährst. Dieses Gefühl von Freiheit, das hat mich nie ganz losgelassen.“ Als Zehnjährige schon setzte sie den eigenen Bus auf ihre Bucket List. Keine zwanzig Jahre später erfüllte sie sich ihren Traum und holte sich mit ihrem Freund einen Fiat Ducato.

Zunächst kam dieser aber nur für kleinere Touren zum Einsatz, für Kurzreisen und Wochenendtrips. Nach einer mehrwöchigen Reise durch Norwegen war der Wunsch dann vollends gereift: „Mensch, bauen wir das Ding so aus, dass wir darin wohnen können.“ Und so geschah es, dass das Wochenendauto zu ihrem Zuhause wurde, sie ihr bisheriges Leben zurückgelassen, es in Kisten verstaut und ihre 88 Quadratmeter Wohnfläche auf fünf verlegt haben. „Es zog uns einfach raus aus unserer Blase, hinaus in die weite Welt.“