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Analyse

Grüne Depression im Westen

TIROL-LANDTAGSWAHL: WAHLKAMPFABSCHLUSS DER GRUeNEN: MAIR
Gebi Mair fuhr kein gutes Ergebnis für seine Partei ein.APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Die Grünen fuhren in Tirol ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 23 Jahren ein. Das ist einerseits der politischen Großwetterlage geschuldet – andererseits auch hausgemacht.

Wien. „Die fetten Jahre sind vorbei“, fasst ein Tiroler Grüner die Landtagswahl gegenüber der „Presse“ zusammen. Die Grünen sind um 1,5 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent gefallen und fuhren damit das schlechteste Ergebnis seit mehr als 20 Jahren ein. Gleichzeitig bedeutet das vermutlich ein Ende der schwarz-grünen Koalition.

Dabei galt Tirol einst als Vorbild der aktuellen Bundesregierung. Schwarz-Grün feierte dort 2013 Premiere und zeigte viele Jahre lang vor, dass die beiden auf den ersten Blick diametral wirkenden Parteien gut miteinander arbeiten können. Ex-Landeshauptmann Günther Platter(ÖVP) und die Grünen-Chefin Ingrid Felipe galten als harmonisches Duo, das sich gegenseitig die Stange und sich selbst bis zum Schluss im Amt hielt. Beide übergaben das Zepter also nur in der Partei, aber nicht in der Regierung: Ein Hemmschuh für die beiden Neuen an der Spitze.