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Deutschland

Immobilienkonzern Vonovia will Investoren an Bord holen

(c) imago images/Rupert Oberh�user (Rupert Oberh�user via www.imago-images.de)
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Der über die Jahre vor allem durch Zukäufe gewachsene Bochumer Konzern hatte angesichts steigender Zinsen und anziehender Baukosten angekündigt, nun Investoren für Gemeinschaftsunternehmen mit ins Boot holen zu wollen.

Der deutsche Immobilienriese Vonovia treibt die Suche nach Partnern für Wohnungsbestände in Schweden und Baden-Württemberg voran. Vonovia werde bald in Gespräche mit Investoren eintreten, entsprechende Informationsschreiben seien bereits an Interessenten verschickt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bochum mit. Zudem bereite das Management Immobilien-Pakete zum Verkauf vor.

Auch bei den Pflege-Immobilien, die die Tochter Deutsche Wohnen zur Disposition gestellt hat, sollen Gespräche mit Investoren über einen Verkauf rasch beginnen, hieß es weiter. Vonovia stehe bei den Verkaufsplänen aber nicht unter Druck und werde Immobilien-Pakete nicht zu Schleuderpreisen abgeben.

Der über die Jahre vor allem durch Zukäufe gewachsene Bochumer Konzern hatte angesichts steigender Zinsen und anziehender Baukosten angekündigt, nun Investoren für Gemeinschaftsunternehmen mit ins Boot holen zu wollen. Er strebt Gemeinschaftsprojekte etwa mit Pensionsfonds an. Die Bochumer wollen sich zudem über die Jahre von Wohnungen und Einfamilienhäusern im Volumen von rund 13 Milliarden Euro trennen. "In Zeiten höherer Zinsen ist es sinnvoll, Schulden zu reduzieren", hatte Vonovia-Chef Rolf Buch den Kurs begründet.

Vonovia will Mieter trotz der Energie-Krise und hohen Nebenkosten-Abrechnungen notfalls kündigen, wenn diese ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Summieren sich die Rückstände auf zwei Monatsmieten, kann es zur Kündigung kommen. Zuvor trete man jedoch mit den Mietern in Kontakt. Derzeit reduziert der Immobilienkonzern nachts die Heizleistung, um Energie zu sparen. Vonovia besitzt derzeit in Deutschland 490.000 Wohnungen. Rund 55 Prozent der Heizungen werden mit Gas versorgt.

(APA)