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Interview

Hitlers Weltanschauung? Einfach nur Krieg

Wohin hätte es nach dem „Endsieg“ mit der verbliebenen Menschheit gehen sollen? Adolf Hitler und sein Chauffeur Julius Schreck, um 1936.ullstein bild via Getty Images
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Niemand hat „Mein Kampf“ so genau analysiert wie die Politologin Barbara Zehnpfennig. Hinter den scheinbar wirren Hasstiraden entdeckt sie eine wahnhafte, aber konsistente Ideologie − die Hitler erschreckend zielgerichtet umsetzte.

„Die Presse“: War Hitlers Denken nicht nur ein Wust von Machtfantasien, Ressentiments und Vorurteilen seiner Zeit?

Barbara Zehnpfennig: Das wird meist so gesehen. Ich glaube, dass mehr dahintersteht. Diese Inbrunst, mit der er seine Ziele verfolgte – das wäre ohne ein gedankliches Konzept dahinter nicht möglich gewesen. Aber das ist ein äußeres Zeichen. Nachweisen kann man es, wenn man „Mein Kampf“ gründlich liest, und sich nicht abschrecken lässt von der schauerlichen Diktion.

Liest es sich so schlimm?