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Formel 1

Vollgas im Flutlicht von Singapur

Start Formel1 Singapur
(c) imago/Eibner (imago sportfotodienst)
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Hitze, Luftfeuchtigkeit, Nach-Event: der Singapur-GP ist eine Belastung für alle Piloten, doch extrem populär. Max Verstappen wird Sonntag am Marina bay Circuit seinen zweiten WM-Titel absichern.

Singapur. Die Welt der Formel 1 hat sich verändert. Als 2019 zuletzt der Grand Prix von Singapur gefahren worden ist, siegte noch Sebastian Vettel. Der Deutsche jubelte für Ferrari. Er ist an der Spitze nicht mehr zu finden und biegt mit Saisonende in die PS-Pension ab. Auch dominiert nicht mehr Mercedes das Geschehen, sondern RB Racing. Lewis Hamilton ist kein Seriensieger mehr, sondern Max Verstappen. Die Scuderia ist noch immer nicht Weltmeister geworden – und somit die einzige Konstante in diesem Spiel.

Auch an diesem Wochenende ist nicht damit zu rechnen, dass Silberpfeile oder Vertreter der „Roten Göttin“ ganz vorne stehen werden, Papier und Statistiken weisen Verstappen die Überholspur zu auf dem Marina Bay Street Circuit, der als Nacht-Event (Start 14 Uhr MESZ, live ORF1) begeistert. Verstappen könnte sich da ein ganz persönliches Geburtstagsgeschenk machen: der Niederländer wird heute 25 Jahre alt und ergattert er in Singapur um 22 Punkte mehr als Charles Leclerc und um 13 mehr als sein Teamkollege Sergio Pérez, ist der zweite WM-Titel in Folge fix.

Verdirbt Pérez die RB-Feier?

„Es gibt keinen Grund zur Eile“, gab sich Verstappen vorerst zurückhaltend. „Ich denke nicht an die Meisterschaft, ich möchte ein positives Wochenende haben und es Rennen für Rennen angehen“, meinte das Geburtskind. „Wir waren schon eine Weile nicht mehr in Singapur, daher wird es interessant zu sehen, wie sich die Strecke entwickelt hat“, sagte Verstappen mit Blick auf das Nachtrennen unter Flutlicht. 2020 und 2021 wurde der Grand Prix aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

Verstappen führt in der WM-Wertung mit 116 Punkten Vorsprung auf Ferrari-Aushängeschild Leclerc, der Mexikaner Perez liegt 125 Punkte hinter ihm. 16 von 22 Rennen sind absolviert, damit Verstappen die Mission Titelverteidigung schon jetzt erfolgreich abschließen kann, dürfte Leclerc bei einem Verstappen-Sieg inklusive schnellster Runde nicht besser als Achter werden. Ohne den Zusatzpunkt darf der Monegasse aus Sicht von Verstappen maximal auf den neunten Platz kommen.

Allzu groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Titelfeier am Sonntag nicht. „Der größte Helfer von Max und Red Bull Racing war in dieser Saison Ferrari“, ätzt Sky-Experte Ralf Schumacher. „Sie stehen sich selbst im Weg“, urteilte Gerhard Berger über die Scuderia. Dabei hatten die Italiener „zu Beginn der Saison ein Auto, das unserem überlegen war“, wie RB-Berater Helmut Marko ausführte.

Leclerc gewann zwei der ersten drei Rennen, Verstappen fiel zweimal aus. Dann gelang die Trendwende, zwölf Rennen er bislang in dieser Saison, die vergangenen fünf in Folge. Insgesamt hält er bei 31 Siegen mit gerade einmal 25 Jahren – ein Rekordwert in dem Alter, genau wie 157 GP-Starts. So ganz hat sich die Formel 1 dann doch nicht verändert. Es fährt immer nur einer allen anderen in einer Saison auf und davon. (fin)