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Leitartikel

Der langweiligste Wahlkampf aller Zeiten

Alexander Van der BellenREUTERS
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Lesen Sie dennoch weiter: Es geht immerhin um das höchste Amt im Staate. Und es bleibt die Frage: Was machen die Verlierer aus ihren Gewinnen?

Auch vergangene Wiederwahlkämpfe eines österreichischen Bundespräsidenten waren nicht gerade von großer Spannung getragen, die Sieger standen stets von Beginn an fest. Beim Wiederwahlkampf von Thomas Klestil 1998 standen mit der politisch erfahrenen Heide Schmidt (FPÖ und Liberales Forum) und der von der evangelischen Superintendentin zur Mitte-links-Politikerin gewordenen Gertraud Knoll aber immerhin zwei interessante Frauen zur Auswahl. Den Unterhaltungsaspekt steuerte Richard Lugner bei. Und bei der Wiederwahl von Heinz Fischer 2010 sorgte die mangelhafte Abgrenzung seiner FPÖ-Gegenkandidatin Barbara Rosenkranz zum rechtsextremen Milieu und ihre Haltung zum Verbotsgesetz für Aufregung.

Der diesjährige Bundespräsidentschaftswahlkampf verlief hingegen bisher vollkommen unspektakulär. Genuin eigene Themen gab es nicht. Sonst lag der Schatten des Russland-Ukraine-Krieges über dem Wahlkampf. Alexander Van der Bellen nahm diesen zum Anlass, sich zu Beginn des Wahlkampfs bei gleich zwei Festspieleröffnungsreden als sicherer Anker in unsicheren Zeiten zu präsentieren.