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Landesweite Proteste

Franzosen protestieren gegen hohe Preise und Pensionsreform

REUTERS
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Besonders im Fokus der Streiks sollen die öffentlichen Verkehrsmittel und die Schulen stehen. Erste Auswirkungen dieser Arbeitsniederlegungen haben etwa Touristen gespürt: Der Eiffelturm wurde für diese streikbedingt für geschlossen.

In Frankreich haben Gewerkschaften für den heutigen Donnerstag zu landesweiten Streiks aus Protest gegen steigende Preise und die geplante Pensionsreform von Präsident Emmanuel Macron aufgerufen. Besonders im Fokus der Streiks sollen die öffentlichen Verkehrsmittel und die Schulen stehen. Erste Auswirkungen dieser Arbeitsniederlegungen haben etwa Touristen gespürt: Sie konnten aufgrund der Ausstände am Donnerstag nicht den Eiffelturm besichtigen.

Besucher mit einem E-Ticket für das Wahrzeichen würden per Mail informiert, man entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten, teilte die Betreibergesellschaft des Eiffelturms mit. Der Vorplatz des berühmten Turms bleibe jedoch geöffnet und sei kostenlos zugänglich. Täglich besuchen bis zu 20.000 Menschen den Eiffelturm.

Beruhigend aus Sicht von Paris-Touristen war vorerst, dass es im Metro-Netz praktisch keine Einschränkungen geben sollte. Störungen wurden aber für die Busse und Vorort-Züge angekündigt. Im Bahnverkehr wurden regionale Einschränkungen befürchtet, nicht aber im grenzüberschreitenden Fernverkehr.

Traditionelle Proteste im Herbst

Traditionell gibt es in Frankreich im Herbst, wenn alle aus den Sommerferien zurück sind, regelmäßig landesweite Proteste zu befürchteten sozialen Missständen. Aufgrund milliardenschwerer Hilfen und eines Energiepreisdeckels ist die Inflation in Frankreich im Moment allerdings deutlich niedriger als in anderen europäischen Ländern. Mehr Zündstoff birgt die Pensionsreform, mit der das Antrittsalter von 62 auf 64 oder 65 Jahre erhöht werden soll. Für viele Menschen in Frankreich ist das ein rotes Tuch.

Die Gewerkschaften und die Opposition sind in ihrem Protest gegen die Regierung im Moment gespalten. Während die Gewerkschaften am Donnerstag demonstrieren, haben Linkspartei, Sozialisten und Grüne für den 16. Oktober zu einem "Marsch gegen das teure Leben und das Nichtstun in der Klimakrise" aufgerufen.

(APA)