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Leitartikel

Putin manövriert sich mit seinem Völkerrechtsbruch in die Ecke

Wladimir Putin bei seiner Rede im Kreml.
Wladimir Putin bei seiner Rede im Kreml.APA/AFP/SPUTNIK/GRIGORY SYSOYEV
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Mit der Annexion der besetzten Gebiete in der Ukraine will der Kreml-Chef Stärke zeigen. Doch aus dem Herrscher ist längst ein Getriebener geworden.

Der Kreml-Chef hat seine Ankündigung also wahr gemacht: In einer Rede voller Pathos verkündete Wladimir Putin am Freitag den Anschluss der „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk und zweier weiterer Regionen in der Ukraine an Russland. Damit bricht er eklatant das Völkerrecht. Und niemand im Westen wird diesen Schritt akzeptieren. Russland, ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und einst diplomatische Großmacht, gibt sich damit selbst Grenzen, die international gar nicht anerkannt werden.
Der Kreml-Chef verschärft die gefährliche Lage in Osteuropa nun noch weiter. Er will Stärke zeigen. Und zugleich zeugt sein Vorgehen von seiner Schwäche. Davon, dass der einst so selbstbewusst und glanzvoll auftretende Herrscher über Russland längst ein Getriebener ist – seiner sturen Machtpolitik und der fatalen Fehler, die ihm dabei unterlaufen sind.

Dabei war Putin von seiner Fangemeinde in Russland – und in vielen EU-Staaten – stets als genialer Stratege gerühmt worden; als jemand, der immer wieder mit seinen wohlüberlegten Schachzügen den Westen vorführt.