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COP27

Truss verhindert Teilnahme von Charles III. an Klimakonferenz

Der Pressedienst des Monarchen widerspricht der Darstellung, dass die britische Premierministerin gegen seine Teilnahme gewesen wäre.

Der britische König Charles III. wird nicht an der Weltklimakonferenz im November in Ägypten teilnehmen - nach Informationen der "Sunday Times" war Premierministerin Liz Truss dagegen. Eigentlich habe der überzeugte Umweltschützer Charles bei der Konferenz eine Rede halten wollen, berichtete die Zeitung. Doch Truss habe sich bei einem persönlichen Treffen im vergangenen Monat gegen die Teilnahme des neuen britischen Königs ausgesprochen.

Der Pressedienst des Monarchen widersprach dieser Deutung: Vielmehr habe Charles den Rat von Truss in dieser Frage gesucht. "In Freundschaft und gegenseitigem Respekt wurde vereinbart, dass der König nicht teilnimmt", zitierte die BBC eine Erklärung des Dienstes.

Die Konservative Truss hatte ihr am Amt am 6. September angetreten und wurde noch von Queen Elizabeth II. ernannt, die zwei Tage später im Alter von 96 Jahren starb. Bei der UNO-Klimakonferenz im November 2021 im schottischen Glasgow hatte die Queen gesprochen. Auch Charles hatte dort eine Rede gehalten und die Politiker aufgefordert, ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung zu verdoppeln.

Derzeit gibt es Spekulationen, Truss könne die internationalen Klimazusagen ihres Landes zurücknehmen. In ihrem neuen Kabinett sitzen mehrere Minister, die dem Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 skeptisch gegenüber stehen. Die "Sunday Times" schrieb, eine Teilnahme der Premierministerin an der COP27 im ägyptischen Sharm el-Sheikh sei unwahrscheinlich.

 

(APA/DPA)